Mittwoch, 26. März 2014

Jiaozi: Chinesische Maultaschen à la Juan

Es war mal wieder Zeit für die "Ladies Night" (Kolleginnen-Abend mit gutem Essen). Während wir lange immer nur in unterschiedliche Restaurants gegangen sind, hat es sich die letzten Male so ergeben, dass immer eine oder zwei von uns für den Rest gekocht haben. Und da in dieser Gruppe nicht nur Frauen aus unterschiedlichsten Teilen Deutschlands dabei sind, sondern vor allem auch Frauen aus der ganzen Welt, kommt da so einiges zusammen.




Dieses Mal haben Juan und Li aus China uns beigebracht, wie man chinesische Maultaschen ("Jiaozi") macht:

für 40 Stück (reicht mit Beilagen für 6-7 Personen):

Teig:
  • 500g Weizenmehl
  • Wasser

Füllung:
  • 500g Schweinehackfleisch
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Blätter Chinakohl
  • Salz
  • Maggi oder Sojasauce

dazu:
  • Salz
  • Essig

Sonntag, 23. Februar 2014

Chai-Sirup (oder genauer "Masala-Sirup")

Ich bin ja ein rießen Fan von Chai-Latte, dem indischen Milchtee mit Gewürzen. Man kann jetzt entweder original Tee mit Gewürzen und Milch aufkochen, oder aber diesen leckeren Sirup verwenden, um ihn in den Tee zu geben, oder aber auch, um Kaffee, Desserts oder vieles anderes damit zu würzen. Ich hatte auch schon in Richtung von Masala-Chai-Pralinen gedacht... :-)

(Übrigens muss ich an dieser Stelle mal kurz etwas erklären, ich habe nämlich eine "Rüge" von meinem nepalesischen Kollegen bekommen: Chai-Tee gibt es nicht. Chai bedeuted nämlich schon Tee, alles andere wäre doppelt gemoppelt. Der Gewürztee heißt genau genommen Masala Chai)

Jetzt aber zum Rezept:
Das Rezept habe ich in Anlehnung an dieses Rezept bei Chefkoch.de gemacht.

Masala-Chai-Sirup

Zutaten (für rund 400-450ml Sirup):
  • 300g Zucker
  • 450ml Wasser
  • 1,5 EL Nelken
  • 1,5 EL grüner Kardamom
  • 1,5-2 Stangen Zimt
  • 1 EL Piment
  • 2 kleine Sternanis
  • 3-4 cm Ingwer

Und so gehts:
Die getrockneten Gewürze im Mörser grob zerkleinern und in einer kleinen, heißen Pfanne ohne Fett anrösten bis sie duften. Vorsicht, es soll nicht rauchen!
In der Zwischenzeit Zucker und Wasser in einem kleinen Topf mischen und aufkochen, der Zucker soll sich komplett lösen. Den Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden.
Die gerösteten Gewürze und die Ingwerstücke in das Zuckerwasser geben und auf kleiner Flamme 15-20min köcheln lassen, bis eine sirupartige Konsistenz erreicht ist. Durch ein feines Sieb in Flaschen gießen und verschließen.
Der Sirup ist ca.6 Monate haltbar, wenn er dunkel und kühl (also z.B. im Kühlschrank) gelagert wird.






Guten Hunger und viel Spaß beim Nachmachen!
Bille

Sonntag, 16. Februar 2014

Ein Afrikanischer Abend

Vor meiner langen Reise habe ich das (verhängnisvolle) Versprechen abgegeben, für meine Kolleginnen etwas aus jedem Land zu kochen, das ich bereist habe. Ok, ich konnte es noch relativieren und es wurde "jeder Kontinent" draus. Als Resultat gab es jetzt vor einigen Tagen einen "Afrikanischen Abend" bei mir. Einige der Rezepte möchte ich hier vorstellen. Mehr Infos zur Küche Marrokos und Ostafrikas bzw. Zanzibars gibts auch in den Artiklen zur Reise.

Die Rezepte sind weitestgehend nach bestem Wissen und Erinnerung in etwa so nachgekocht, wie ich sie dort gegessen habe. Ich habe versucht, nicht irgendwelche Rezepte zu suchen, sondern Dinge, die ich gerne selbst gegessen habe und die mir geschmeckt haben. Obwohl in den meisten Gegenden interessanterweise Fleischgerichte dominieren. habe ich doch einige vegetarische Dinge gegessen und nachgekocht.

Und hier kommen die Rezepte:

Marokko:

Salade Marroccaine --> Reiseartikel



Mittwoch, 12. Februar 2014

The Whisky-Kitchen: The Ultimate Steak Burger

Zum Geburtstag habe ich von meinem Bruder ein tolles Kochbuch bekommen: "The Whisky Kitchen" von Sheila McConachie und Graham Harvey. Ich hatte es vor eineinhalb Jahres auf Islay in der Bruichladdich Destillery entdeckt und mir seither gewünscht. Und natürlich wusste mein Bruder auch gleich, was er am besten findet, das haben wir dann einige Tage später auch gemacht: "The Ultimate Steak Burger" mit dem Whisky "Jura Superstition" Dazu passt übrigens ein grüner Blattsalat (im Winter z.B. Feldsalat) ganz hervorragend.
Den Whisky im Fleisch hat man gar nicht so sehr herausgeschmeckt, aber der Whisky in der Tomatensauce macht sich herrlich und auch ein Schlückchen dazu, mal anstatt dem Wein, ist was sehr leckeres. Warum immer nur Wein oder Bier im oder zum Essen?

Für 4 Personen:

Für die Burger:
  • Olivenöl zum Braten
  • 2 Schalotten
  • 400g Rinderhackfleisch (idealerweise vom Steak)
  • 3 große Essiggurken
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 15 ml Sahne
  • 2 TL Tomatenmark
  • 1/2 TL Dijon Senf
  • 1 TL gehackte Petersilie (frisch)
  • 15-30 ml Jura Whisky (ich habe den "Superstition" verwendet)
  • 1 Eigelb
  • Salz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
  • 1 große Zwiebel für die Röstzwiebeln
Die Schalotten hacken und in wenig Olivenöl glasig dünsten. Essiggurken und Knoblauch fein hacken und zusammen mit allen anderen Zutaten (außer der Zwiebel natürlich) zu einer homogenen Masse verkneten. Vier gleiche große Burgerbratlinge formen und zugedeckt für ca. 30min in den Kühlschrank stellen (oder länger, je nachdem wie lange man für die Beilagen benötigt). In der Zwischenzeit die Zwiebel in feine Ringe schneiden und in einer Pfanne mit Olivenöl anbräunen. Außerdem die Rösti und die Tomatensauce sowie ggf. einen Beilagensalat zubereiten.

für die Tomatensauce:
  • Olivenöl zum Braten
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 2 TL Balsamico Essig
  • 30-50ml Jura Whisky
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in einem kleinen Topf in Olivenöl glasig dünstigen. Die gehackten Tomaten, Balsamico und Whisky zugeben, mit Oregano, Salz und Pfeffer und ggf. weiterem Whisky abschmecken und aufkochen. Ca. 20min bei geschlossenem Deckel köcheln lassen.

für die Rösti:
  • 500g mehligkochende Kartoffeln
  • 1/2 EL Stärke
  • 2 TL Salz
  • 3 Salbeiblätter, fein gehackt
Die Kartoffeln ca. 10-15min halb durchgaren (im Dampf oder im heißen Salzwasser, sie dürfen innen noch roh sein). Die Kartoffeln etwas abkühlen lassen, häuten und grob raspeln. Die Kartoffelmasse mit der Stärke, dem Salz und dem Salbei verkneten. Vier Röstitaler daraus formen und von jeder Seite in reichlich Olivenöl ca. 2-3 min braten. Die Rösti können gut warm gehalten werden.

Zum Schluss die Burger auf den Rösti anrichten und mit den Röstzwiebeln garnieren. Die Tomatensauce außen herum anrichten und mit einem grünen Salat sowie einem Schluck des passenden Whiskys servieren.

Guten Hunger!
Eure Bille

Dienstag, 17. Dezember 2013

Die thailändische Küche - Rezepte

Nachdem ich die wichtigsten Zutaten und die Zubereitung der Currypasten bereits im letzten Beitrag beschrieben habe, kommen hier die Rezepte. Viel Spaß beim Kochen.

1) Suppen:

Hot and Creamy Soup (thai: Tom Kha Gai)

Zutaten (pro Person):

  • 1/2 Tasse Wasser
  • 1/2 Tasse Kokoscreme
  • 2 EL Fischsauce
  • 1 1/2 TL Zucker
  • 1 TL Thai Chilli Paste
  • 50g Hühnchen (in feinen Scheiben) oder Garnelen
  • 30g Austernpilze (oder mehr, nach Belieben)
  • 1 EL Lemongras, in grobe Stücke geschnitten
  • 1/2 EL Galgant, in Scheiben
  • 1-2 Kaffirlimettenblätter, der Stil und die mittlere Blattrippe wird entfernt
  • 1/2 EL gehackter Koriander und Frühlingszwiebel
  • Chillies, grob zerkleinert (2 für milde, 3-4 für mittelscharfe und >4 für scharfe Suppe)
  • 50g Tomate und Zwiebeln, in Achtel geschnitten
  • Saft von 1 Limette
  • 1 TL gekörnte Hühnerbrühe

Zubereitung:

Wasser und Kokoscreme mit Hühnerbrühe, Kaffirlimettenblätter, Lemongras, Galgant und Chilli zum Kochen bringen. Wenn die Gewürze zu riechen sind, Tomate, Zwiebel und Fleisch zugeben. Mit Fischsauce, Zucker, Thai Chillipaste und Limettensaft abschmecken, mit gehacktem Koriander und Frühlingszwiebeln bestreut servieren.

Die thailändische Küche - Grundlagen und Zutaten

Die thailändische Küche ist die, die mich bislang mit am meisten begeistert. Sie zeichnet sich durch eine gute Balance der Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter aus und ist teilweise extrem scharf, wobei die Menge an Chillischoten variiert werden kann. Interessant ist, dass kaum Salz und Pfeffer eingesetzt werden, dafür aber viel Fischsauce und Chillis, zum Säuern werden Limetten verwendet. In den meisten Gerichten werden Fleisch und/oder Fisch verwendet, häufig aber nur in relativ kleinen Portionen (~50g pro Person). Ich persönlich habe in Thailand, besser gesagt in Chiang Mai, meinen zweiten Kochkurs besucht, der mich ins Kochfieber versetzt hat. Ich freue mich schon so, wieder eine eigene Küche zu haben. Sehr zum empfehlen ist die Siam Rice Thai Cookery School in Chiang Mai (Tageskurs 900 B = ~ 23 €). Im folgenden Artikel will ich einige Grundlagen sowie die wichtigsten Zutaten beschreiben, in einem zweiten kommen dann die ganzen Rezepte.

Die meisten thailändischen Gerichte lassen sich in die Kategorien Vorspeisen oder Snacks, Pfannengerichten (mit und ohne Reis/Nudeln), Curries, Suppen und Desserts einteilen. Aus allen Kategorien schreibe ich für den nächsten Artikel auch Rezepte zusammen.

Gegessen wird hauptsächlich mit Gabel und Löffel, wobei die Gabel lediglich dazu dient, die Speisen auf den Löffel zu schieben. Stäubchen kommen quasi nur bei Nudelsuppen zur Verwendung.

 

Samstag, 30. November 2013

Zum Chinesen ums Eck

"Die Chinesen essen alles was vier Beine hat, außer Stühlen. Alles was schwimmt, außer Schiffen und alles was fliegt, außer Flugzeugen."

Dieser Spruch bezieht sich tatsächlich vor allem auf die kantonesische Küche und einen Eindruck davon bekommt man schon, wenn man im Supermarkt durch die Regale schlendert. Da findet man allerlei getrockneten Fisch, Seesterne und ähnliches eingeschlossen, Dinge wie geräucherte Entenzungen als Snack und nur weil irgendwo süße Kekse drin sind, heißt das nicht, dass nicht auch Fleisch drin sein kann.

Ein gutes Beispiel für letzteres sind Kekse, die man traditionell in Macau bekommt. Viele von ihnen enthalten einen Art Vlies aus Schweinefleisch oder alternativ Seetang (oder auch beides).

Die kantonesische Küche ist nicht so scharf wie um Beispiel die Speisen aus Sichuan.

Dim Sum

Eine bekannte Spezialität der Gegend sind "Dim Sum", womit all diese Keinigkeiten bezeichnet werden, die in kleinen Bambuskörben gedämpft werden. Das können Knödel mit süßer oder fleischiger Füllung einengen, kleine Reiskuchen, Fleischbällchen, Teigtaschen mit unterschiedlicher Füllung wie zum Beispiel Garnelen oder auch allerlei Gemüse, Tofustreifen und ähnliches. In einem traditionellen Hongkonger Dim Sum Restaurant, wie ich es besucht habe, kommen Angestellte mit hohen Stapeln unterschiedlicher Leckereien an, die auf Wagen gestapelt sind. Dann beginnt der Kampf ums Essen. Jeder versucht, seinen Anteil und vor allem die guten Dinge zu bekommen, was man nimmt wird auf einem Art Ticket notiert. Dazu wird dann Tee serviert. Grüner Tee oder auch der erdige Puh-Err Tee.

Macau-Schweinebraten

Auch sonst besteht eine Mahlzeit nicht aus einem Gericht pro Person sondern lauter kleinen Dingen, die geteilt werden. Dazu gehören gebratene und gedämpfte Dinge wie Fleisch, Teigtaschen, Gemüse wie unterschiedliche Kohlsorten oder Wintermelone oder auch Lotoswurzeln, die man zum Beispiel mit Klebreis gefüllt in süßer Marinade bekommt. Eine leckere Spezialität aus Macau sind kross gebratene Stücke von Schweineschwarte (ähnlich einem bayrischen Schweinebraten) die erst in eine süßlichem Sauce (Pflaume?) und dann in Zucker gedippt werden.