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Sonntag, 16. Februar 2014

Ein Afrikanischer Abend

Vor meiner langen Reise habe ich das (verhängnisvolle) Versprechen abgegeben, für meine Kolleginnen etwas aus jedem Land zu kochen, das ich bereist habe. Ok, ich konnte es noch relativieren und es wurde "jeder Kontinent" draus. Als Resultat gab es jetzt vor einigen Tagen einen "Afrikanischen Abend" bei mir. Einige der Rezepte möchte ich hier vorstellen. Mehr Infos zur Küche Marrokos und Ostafrikas bzw. Zanzibars gibts auch in den Artiklen zur Reise.

Die Rezepte sind weitestgehend nach bestem Wissen und Erinnerung in etwa so nachgekocht, wie ich sie dort gegessen habe. Ich habe versucht, nicht irgendwelche Rezepte zu suchen, sondern Dinge, die ich gerne selbst gegessen habe und die mir geschmeckt haben. Obwohl in den meisten Gegenden interessanterweise Fleischgerichte dominieren. habe ich doch einige vegetarische Dinge gegessen und nachgekocht.

Und hier kommen die Rezepte:

Marokko:

Salade Marroccaine --> Reiseartikel



Dienstag, 3. September 2013

Die Küche Ostafrikas

Ostafrika, namentlich Kenia und Tanzania, ist ja nun nicht besonders berühmt für seine Küche. Nichtsdestotrotz kann man hier durchaus gut essen. Auch wenn es ein paar Ähnlichkeiten gibt, sollte man zwischen der Küche des Innenlandes und der der Küstenregionen inclusive des Zanzibar-Archipels unterscheiden.

Innenland:

Fährt man zur Trockenzeit durch das Innenland Kenias und Tanzanias, werden einem zwei Dinge auffallen. Zum einen Viehhirten mit ihren Rinderherden, teilweise auch Ziegen und Schafe, oft in der traditionellen Tracht der Masai oder verwandter Stämme. Vor allem in den trockenen Gegenden sieht man sie ihr Vieh größere Strecken durch die karge Landschaft treiben, auf der Suche nach Futter. Das andere, was auffällt, sind trockene Maisfelder auf denen die Kolben am Stängel trocknen und Häuser vor denen die Maiskörner zur Trocknen ausgelegt werden.

An den fruchtbaren Hängen der Bergregionen, insbesondere auch die Hänge von Mt. Kenya und Kilimanjaro, und in feuchteren Gegenden sieht man außerdem viele Bananenstauden, Kartoffelacker, Karotten, Weißkohl und anderes Obst und Gemüse, am Kilimanjaro wird sogar Kaffee angebaut. Im Westen des Berges ist uns dort auch eine interessante Doppelnutzung aufgefallen, die natürlich nur funktioniert, wenn man ohne große Landmaschinen arbeitet: Ein Wirtschaftswald mit Bäumen unterschiedlicher Höhe, am Boden darunter wurden Kartoffeln, Karotten und Kohl angebaut.

Aus diesen Beobachtungen ergibt sich eigentlich auch schon die Basis der dortigen Küche. Die meisten Gerichte basieren auf Fleisch, meist Huhn, Rind, Schaf oder Ziege, entweder gegrillt oder als Eintopf. Häufig Zutaten sind Spinat (fester und kräftiger wie bei uns in Deutschland), Zwiebeln und Tomaten. In Kenia liebt man "Nyama choma", kleine Fleischstücke, die über dem offenen Feuer gegrillt werden und gemeinschaftlich von einem großen Teller gegessen werden, teilweise noch mit kleingeschnittenem Gemüse wie Zwiebeln etc. serviert. Dazu gibt es traditionell "Ugali", ein ungesalzener Brei aus gekochtem Maismehl. Weiß, fest und fast geschmacksneutral, aber mit den kräftig gebratenen und gewürzten Eintöpfen und Fleisch schmeckt es sogar ganz gut und vor allem macht es satt.

Rezept für Ugali

 

Küste/Zanzibar:

An der Küste dominiert, wie zu erwarten, Fisch. Vor Zanzibar findet man vor allem Sorten wie Snapper, Dorade, Thunfisch, Octopus und Kalamar aber auch Meeresfrüchte wie unterschiedliche Muscheln, Prawns (Riesengarnelen), Hummer und eine Hummerart, die hier "Rocklobster" genannt wird. Ähnlich zum Fleisch im Innenland wird auch der Fisch häufig gegrillt oder als hervorragend gewürzte Currys mit Reis oder Chapati serviert. Oft sind diese Currys mit Kokosmilch und Gemüse wie Auberginen und Tomaten zubereitet. Insgesamt fällt beim Essen am meisten auf, wie stark die Region über die Jahrhunderte des Handels von Einflüssen aus dem arabischen Raum und Indien geprägt wurde. Neben Gegrilltem und traditionell afrikanischen Beilagen wie das angesprochene Ugali finden sich auf den Speisekarten Currys, Pilau (arabischer Gewürzreis mit Beilagen), Biryani (indische Reisgerichte) und Chapati (indische Brotfladen).

Auf dem berühmten Essensmarkt in Stone Town (die Altstadt von Zanzibar Town), dem "Forodhani Garden", findet man außerdem Kebab, Zuckerrohrsaft mit Limetten und Ingwer und jede Menge "Zanzibari Pizza", runde Teigfladen mit einem Durchmesser von rund 20cm, in die so ziemlich alles gefüllt wird und die auf eine heißen Metallplatte von beiden Seiten gebacken werden.

 

Zanzibar und seine Gewürze:

Schon seit Jahrhunderten werden auf Zanzibar Gewürze angebaut, einst war die Insel ein Zentrum des Nelkenhandels (für mehr Hintergründe zur Geschichte Zanzibars siehe "Zanzibar's History - Spices and Slaves").

Viele dieser Gewürze kommen nicht ursprünglich von der Insel sondern wurden von Seefahrern und Händlern aus dem indischen Raum, Indonesien etc. eingeführt. Noch heute werden auf der Insel neben Nelken auch Pfeffer, Vanille, Zimt, Kardamom, Muskatnuss, Kakao, Kaffee und anderes angebaut. Lediglich die Nelken werden aber auch exportiert. Steht man am Hafen neben den Lagerhallen, steigt einem der gute und doch auch stechende Geruch der getrockneten Nelken in die Nase.

In Europa kennen wir die meisten Gewürze nur getrocknet, umso überraschender sind manche Beobachtungen, die man auf einer solche Gewürzplantage machen kann.

  • die meisten Gewürze können zweimal oder mehrmals im Jahr geerntet werden, nur Vanille kann nur einmal im Jahr geerntet werden, mit ein Grund, warum sie so teuer ist.
  • Zimtrinde riecht auch im frischen Zustand schon extrem stark, die Zimtstangen, die wir kennen werden aus der Rinde der dünnen Äste gemacht, ansonsten verwendet man auch gröbere Rindenstücke.
  • nicht nur die Blütenstempel des Nelkenbaumes, die späteren Nelken, riechen sehr stark, auch die Blätter riechen extrem stark nach Nelken.
  • Kardamompflanzen werden gut 2m und mehr hoch, die Kapseln wachsen allerdings an dünnen Auslegern am Boden entlang, dort bilden sich auch die Blüten. Kardamom ist wie die Vanille eine Orchideenart.
  • die dünnen Fäden oder Blätter, die die Muskatnuss in ihrer fleischigen Hülle zusätzlich umgeben werden im getrockneten Zustand auch Macis oder Muskatblüte genannt, auch wenn es überhaupt keine Blüte ist. Getrocknet ist Macis blassgelb, frisch aber knallrot.

Soweit einen guten Hunger und viele Grüße

Bille (die das nächste Mal dann aus Australien schreibt)

 

Donnerstag, 27. Juni 2013

Indische Linsensuppe und Gemüsecurry à la Saranyan

Lange, lange ist es her, dass ich geschrieben habe. Grund ist, dass ich in den letzten Monaten sehr viel zu tun hatte und gar nicht viel und schon gar nichts besonderes gekocht habe.
Wie auch immer: ich lebe noch!

Und nach dieser anstrengenden Zeit habe ich beschlossen, mir eine Auszeit zu nehmen und ein wenig zu reisen. Deswegen gibt es bald wieder Einträge aus aller Welt, denn außer Land und Leute möchte ich eben auch die Küche diverser Länder ausprobieren. Mehr Infos dazu gibt's übrigens auch auf unserem Trekkingblog www.worldwide-trekking.de

Aber zur Einstimmung erst einmal zwei Rezepte, die mir mein indischer Kollege Saranyan im Austausch gegen Käsespätzle inclusive Rezept gezeigt hat.

Indische Linsensuppe:

Cocktailtomaten und die etwa gleich große Menge Zwiebeln in Stücke bzw. Ringe schneiden und mit Wasser und Sambar Pulver kochen. Dabei die weichen Tomaten mit einer Gabel zerdrücken. Gelbe Linsen (Toor Dhal) separat mit etwas Salz kochen. Die abgetropften Linsen zum Gemüse ins Wasser geben und mit Chillipulver, Garam Masala, Kreuzkümmel (gemahlen und Saat), Koriander, Asfoetida, Salz und Pfeffer abschmecken.


Aloo paratha (Kartoffel-Gemüsecurry) à la Saranyan:

Kartoffeln in Stücke schneiden und garen. Gegarte Kartoffeln, Karotten, Auberginen, Erbsen und Zwiebeln (zu ungefähr gleichen Teilen) getrennt anbraten. Die Zwiebeln dürfen dabei leicht braun werden. Alles mit etwas passierten Tomaten mischen, erhitzen und mit Chilli, Kreuzkümmel, Kurkuma, Bockshornklee (gemahlen), Asfoetida und Salz abschmecken. 
In Chapati einwickeln, mit Joghurt, Tamarindensauce (Tamarindenpaste mit etwas Wasser verrühren) und "mixture" (alternativ Chipsbrösel) servieren.



Guten Hunger!
Bille

Dienstag, 4. September 2012

gelbrotes Gemüsecurry mit Möhren

heute kommt aus dem Kühlschrank raus: Verschiedenes Gemüse, eine halbe Dose Kokosmilch

Nach Fleisch gestern darfs heute wieder vegetarisch werden. Es gibt ein "gelbrotes Gemüsecurry mit Möhren"


Tja, eigentlich ist es ziemlich unspektakulär:
Der Reihe nach Zwiebeln und Ingwer, gelbe Rüben, Kürbis, Knoblauch und Kartoffeln anbraten, Curry einstreuen, mit Brühe ablöschen, weich kochen, Kokosmilch zugeben und mit Salz und Curry abschmecken.
Von der Menge und der Reihenfolge haben wir uns ziemlich genau ans Rezept (bei küchengötter.de zu finden) gehalten, was ich auch genau so empfehlen würde, denn die einzelnen Zutaten waren am Ende genau alle bissfest. Allerdings kann man die feste Kokoscreme auch wunderbar durch eine halbe Dose Kokosmilch aus der Dose ersetzen.
Das Curry war sehr lecker und da wir keinen großen Hunger hatten, haben wir es auch einfach so, ohne Beilagen wie Reis oder indisches Brot gegessen. Außerdem hat so richtig schön von innen warm gemacht und die Lebensgeister geweckt, nach einem anstrengenden Tag.

Guten Hunger!
Bille

Süßkartoffelgnocchi mit Currygemüse

Wer kennt das nicht: Man kocht und kocht, und imme wieder bleibt ein bisschen was übrig. Resultat: Kühlschrank und Gefriertruhe werden immer voller, die Lebensmitte darin aber leider auch nicht frischer.
Also heißt diese Woche unsere Devise: Kühlschrank und Gefrierruhe leeren.
Heute sind weggekommen: Die Süßkartoffeln, die noch im Gemüsefach lagen.

Daraus geworden sind: Süßkartoffelgnocchi mit Currygemüse.





Für die Gnocchi (nach diesem Rezept):
  • 400g gekochte Süßkartoffeln - schälen und zermatschen
  • 1 EL Margarine, 50g Mehl und ca. 60-70g Gries - dazugeben und alles mischen
  • mit Muskat und Salz würzen



In der Zwischenzeit:
  • Gemüse (nach Belieben, ich habe 1 Zucchini, 2 gelbe Rüben,1 Frühlingszwiebel verwendet) schneiden.
  • Butterschmalz heiß werden lassen, Curry einstreuen, dann Gemüse dazu geben und kurz braten
  • 100-150 ml Kokosmilch angießen, alles bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist, mit Salz und Curry abschmecken.

Mit zwei Teelöffeln kleine Portionen des Gnocchi-Teigs in kochendes Salzwasser geben, wenn sie oben schwimmen, mit dem Schaumlöffel abschöpfen und mit dem Currygemüse servieren.

Italienisch-Indisch crossover!
Guten Hunger!
Bille

Mittwoch, 13. Juni 2012

Restaurant: Yak&Yeti

Am Sonntag waren wir mal wieder auswärts essen. Dieses Mal im nepalesischen Restaurant Yak&Yeti in München. Wir hatten noch einen Gutschein über ein 4-Gänge-Menü und wussten deshalb schon grob, was uns erwarten würde.

1. Gang: Sabji Thupka

Eine kräftige Gemüsesuppe mit frischem Gemüse und Nudelneinlage. Schon die Suppe allein macht bei kleinem Hunger satt. Gut gewürzt und heiß.

2. Gang: Bhedako Dal-Bhat

Der Klassiker der nepalesichen Küche. Dal Bhat, also Reis mit Linsensuppe. Meistens wird es mit irgendeiner Form eines Currys gereicht, also ein Art gut gewürzter Eintopf. In diesem Fall gab es Blumenkohl und grüne Bohnen sowie scharf gewürzes Lammfleisch in Sauce dazu. Außerdem sauer eingelegtes Gemüse und Raita, eine Joghurtsauce. Es war: Lecker, authentisch (so wie wir es aus Nepal kennen), scharf (wie gewünscht) und richtig viel.

Traditionell bekommt man in Nepal alles außer dem Fleisch auch so oft nach, wie man möchte, das wird auch im Yak&Yeti so gehandhabt.

3. Gang: Saljito

Momos! Die leckeren nepalesischen Teigtaschen, in diesem Fall scharf gefüllt mit einer Mischung aus Zwiebeln und Kohl. Lecker!








Nachspeise: frittierte Milchbällchen in Sirup, Mangocreme

Wie man Nachspeisen aus Indien/Nepal und co erwartet. Süß, süß und nochmal süß. Die Milchbällchen bestehen aus einer Art gestockter Milch, werden frittiert und in Zuckersirup eingelegt. In diesem werden sie auch - mit ein paar Mandeln - serviert. Mal was ganz anderes. Michael hatte stattdessen eine Mangocreme, die auch richtig nach gute, frischen dun süßen Mangos geduftet hat.




Das Essen war insgesamt reichlich und wirklich sehr gut. Die Speisen waren gut gewürzt und merklich richtig frisch zubereitet. Der Service war freundlich und extrem nett und zuvorkommend. Wir haben es wirklich genossen und kommen gerne wieder.

Zur Homepage des Restaurants

Guten Hunger!
Bille

Donnerstag, 10. Mai 2012

Restaurant: Sinans Cucina

Gestern war ich mit einer Gruppe Kollegen in dem thailändisch-italienischen Restaurant "Sinans Cucina" in München am Goetheplatz essen.

Die (vorbestellten) Vorspeisenplatten waren rießig und richtig lecker. Und (wie relativ häufig in italienischen Restaurants) befanden sich darauf nicht nur die klassischen gegrillten Auberginen, Zucchini, Artischocken, Oliven etc. sondern eine auch eine Auswahl an unterschiedlicher Salami und diversen Cremes und Pasten, die wirklich gut waren. Einige waren eher exotisch, mit Curry und Früchten, andere sehr scharf und auch klassische Sachen wie Auberginenpürree (zumindest glaube ich, dass es das war).

Bei der Auswahl des Hauptganges (à la carte) habe über die Preise einen Moment die Stirn gerunzelt (weitestgehend 10-15€), wurde aber nicht enttäuscht, die Portionen waren riesig und man wäre auch ohne Vorspeise locker satt geworden. Sowohl den Kollegen, als auch mir selbst hats richtig gut geschmeckt. Ich selbst hatte kleine Penne in Curry-Rahm-Sauce mit medium gebratenen Rindfleischstreifen.





Zu den Getränken kann ich den Rotwein und den Grappa (Sorte weiß ich nicht mehr) sehr empfehlen, lediglich den (einzigen) Roséwein fand ich ein wenig sauer und nicht so fruchtig wie erwartet.

Der Kellner war zuvorkommend und stets da, wenn man ihn gebraucht hat und hat mir auch den relativ großen Rest der Hauptspeise problemlos und schnell eingepackt.
Das Lokal ist modern eingerichtet, leider (für meinen Geschmack) etwas laut, was aber auch den einzigen Kritikpunkt darstellt.
Insgesamt ein sehr empfehlendswertes Restaurant.

Guten Hunger!
Bille

P.S.: Die fast gleiche Bewertung (mit etwas weniger Details) findet sich auch bei Tripadvisor

Dienstag, 14. Februar 2012

Blumenkohlcurry mit Reis

Die Tage habe ich bei Aldi frischen Blumenkohl entdeckt. Ich muss ja zugeben, das gehört zu dem Gemüse, dass ich jahrelang nur tiefgefroren zubereitet habe. Ich habe ihn also einfach mal mitgenommen und beschlossen, dass es in dieser Woche ein Blumenkohlcurry gibt.


Zutaten (2 Personen):
  • 1 Blumenkohl
  • 1-2 Dosen Pizza-Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • Garam Masala
  • Kurkuma
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer
  • Butter(schmalz) zum Braten

Den Blumenkohl putzen und in Röschen zerteilen. Im Dämpfer bissfest garen.
In der Zwischenzeit die Zwiebel würfeln. Butter in einem Topf zerlassen, Zwiebel glasig braten. Knoblauch dazupressen und mitgaren. Garam Masala (darf ruhig nicht zu knapp sein) einstreuen und kurz mitbraten. Dann die Dose Tomaten dazu geben und alles aufkochen.
Den Blumenkohl zugeben und heiß werden lassen. Mit Salz, Pfeffer, Kurkuma und je nach gewollter Schärfe mit Cayennepfeffer abschmecken.
Mit Reis und einem Klecks Joghurt servieren.

Ein schnelles, sättigendes und leckeres Gericht. Mit TK Blumenkohl oder ähnlichem Gemüse gehts natürlich noch schneller.
Statt Garam Masala kann man natürlich auch andere Gewürzmischungen verwenden, zum Beispiel eine simple Curry-Gewürzmischung oder ähnliches. Wird Curry verwendet, weniger oder kein Kurkuma verwenden. Dafür evt. mehr Cayennepfeffer.

Guten Hunger!
Bille

Montag, 12. Dezember 2011

28. November 2011 - Vegetable Biryani, Egg curry...?

So langsam bekommen wir beide wieder was rein in den Magen, wenn es auch noch nicht viel ist. So gehen wir heute abend mit den Kollegen aus Deutschland, die wir inzwischen in Kathmandu getroffen haben, essen.
Ich entscheide mich für Vegetable Biryani, ein Schmor-Reisgericht mit viel Gemüse, Michael für ein Eiercurry.
Es war sehr scharf und echt lecker, viel essen konnten wir leider beide noch nicht.


Guten Hunger!
Bille

24. November 2011 - Dal Bhat und Tsampa

Heute haben wir einen absolut tollen Tag erlebt. Morgens beim Loslaufen erfahren wir, dass im Ort Langtang ein großes Fest im Kloster stattfindet. Da wir sowieso bis in die Gegend von Langtang möchten, beschließen wir, nur die zwei Stunden bis dort abzusteigen und den Rest des Tages dort zu verbringen. Wir finden eine Unterkunftmöglichkeit nahe am Kloster, wo wir auch zu mittag essen, bevor wir zu dem 800 Jahre alten, buddhistischen Kloster aufbrechen. Das Essen hätten wir nicht gebraucht. Kaum waren wir da, hatten wir Milchtee in den Händen, wenig später kam jemand, der mir Nudeln angeboten hat. So ging es den Rest des Tages weiter. Die "Hauptmahlzeit" schließlich war das klassische Dal Bhat, Reis mit Linsensuppe und Gemüsecurry. In diesem Fal enthielt das Curry vor allem Kartoffeln. Wir haben aufgeladen bekommen wie nochmal was und selbst ein deutliches "Nein" half nichts, es kam immer noch mehr.


Das Fest war Teil einer Trauer/Beerdigungszeremonie und als letzter Teil ein großes und fröhliches Fest. Es wurde viel gesungen, gebetet, Zeremonien abgehalten und als es dunkel wurde dann auch gemeinschaftlich getanzt. Im Laufe des weiteren Tages und abends haben wir auch noch Tsampa probiert, sehr trockene Knödel aus geröstetem Gerstenmehl, die es während der Zeremonien gab.
Außerdem haben wir Buttertee (Schwarzer Tee mit Salz und Yak-Butter, sehr gewöhnungsbedüftig, schmeckt wie sehr fettige Brühe), Chang (ein Reisbier) und Raksi (Schnaps) bekommen und probiert. Der Schnaps wurde - wenn nicht gleich in Teetassen eingeschenkt - in die hohle Hand gekippt und damit in den Mund befördert. Wer braucht denn schon Schnapsgläser?

Der Haken an der Sache: Die Wirtin der Lodge hatte für uns und zwei weitere Paare ebenfalls Dal Bhat vorbereitet, das wir aber um keinen Preis mehr essen konnten. Die Lösung: Wir haben am nächsten Tag Reis und Gemüse in den Topf vom Kocher bzw. die anderen in ihre Brotzeitboxen bekommen, die Linsensuppe in eine Plastikflasche und das gabs dann kalt zum Mittag essen. Das ist doch auch mal was :)

Guten Hunger!
Bille

Montag, 17. Oktober 2011

12. Oktober 2011 - Fleischfondue mit Rind, Saucen und Pickles

Heute dufte mein Fondue-Rechaud offiziell eingeweiht werden, die Mama hat zum Fondue geladen. Wir hatten ein Rinder-Fleischfondue (mit Öl), dazu gab es leckere Saucen, wie eine Bananen-Currysauce und eine Senfsauce und jede Menge leckere Mixed Pickles und Antipasti.
Sehr lecker und wir völlig überfressen :)


Guten Hunger!
Bille

11. Oktober 2011 - Kürbis-Curry mit roten Linsen

Angeregt durch das Mittagessen meiner Kollegin habe ich heute den restlichen Kürbis vom Wochenende zu einem recht leckeren Kürbis-Curry mit roten Linsen verarbeitet.


Das zu habe ich einen halben Kürbis gewürfelt, außerdem eine gute Portion Kreuzkümmel im Mörser gemahlen.
Den gemahlenen Kreuzkümmel und zwei Teelöffel scharfes Currypilver habe ich anschließend in heißem Butterschmalz kurz angeröstet. Dann die Kürbiwürfel dazu und kurz mitbraten. Mit einer Dose gehackten Tomaten und etwas Brühe ablöschen, nach 5min kommen die roten Linsen dazu und werden in der Masse gar gekocht.

Leider sind meine Linsen auch nach langem Warten nicht so richtig weich geworden, warum, weiß ich noch nicht so wirklich. Aber zumindest gut essbar.

Das Curry gab es bei uns mit einem großen Löffel Joghurt.

Guten Hunger!
Bille

Dienstag, 11. Oktober 2011

04. Oktober - Kartoffelcurry mit Rotis, Linsensuppe mit Gemüse und Reis

Wir haben es tatsächlich endlich geschafft. Nach vielen Malen, die wir dieses Treffen verschoben haben, war ich heute mit Kollegen bei unserem indischen Mitarbeiter zum abend essen. Und der hat uns ein Kartoffelcurry mit Rotis (Brotfladen), sowie Reis mit einer Linsensuppe mit Gemüse gekocht.
Lecker war, scharf sowieso und ziemlich gewöhnungsbedürftig mit den Fingern zu essen :)


Guten Hunger!
Bille

Montag, 19. September 2011

18. September 2011 - Curryhuhn mit Mangogemüse

Schnell, exotisch, lecker! So lässt sich das Rezept vielleicht ganz gut zusammenfassen, das Curryhuhn mit Mangogemüse.


Zum Satt werden gibt es Reis, zum Genießen gibt es dazu  dann gebratene Hühnchenstreifen mit Zwiebeln, Sellerie, Tomaten (statt Paprika, wie sie im Rezept stehen, habe ich zwei Fleischtomaten in Achtel geschnitten) und Mango in einer Currysauce.

Hier gibts das Rezept dazu. Unbedingt empfehlenswert!

Guten Hunger!
Bille

Montag, 12. September 2011

10. September 2011 - Paprika-Kürbis-Suppe mit Knoblauchcroutons

Es ist Herbst und es ist Wochenende. Zeit etwas aufwändiger zu kochen und vor allem mal wieder einen Kürbis anzuschaffen. Und es gibt so viele leckere Kürbisrezepte. Das erste probiere ich heute aus und so kochen wir aus Schuhbecks Gewürzkochbuch die Paprika-Kürbis-Suppe mit Knoblauchcroutons.


Fazit: Sehr leckere Suppe, aber aufwendig zu machen. Die Suppe wird im Topf gekocht, dazu die Einlage in der ersten Pfanne und die Croutons in der zweiten Pfanne. Außerdem verwendet er eine ganze Menge Gewürze, die man hinterher ehrlich gesagt überhaupt nicht schmeckt.
Das Rezept von Schuhbeck ist auf seiner Homepage auch online. Allerdings haben wir uns überlegt, wie man das Ganze so abwandeln kann, dass es etwas alltagstauglicher ist und das Resultat kommt hier:

für zwei Personen:
  • 1 rote Paprikaschote
  • 300g Kürbisfruchtfleisch (wir haben "Butternut" verwendet)
  • 450 ml Gemüsebrühe
  • je 50ml Sahne und Kokosmilch
  • 10 g kalte Butter
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Scheibe Buttertoast
  • Olivenöl
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • mildes Currypulver
  • Cayennepfeffer
  • Salz, Pfeffer
Die Paprikaschote und den Kürbis waschen, entkernen und den Kürbis schälen. 1/4 der Paprikaschote und ca. 50g vom Kürbis beiseite legen, den Rest grob würfeln (~1 cm Kantenlänge) und mit 400ml Gemüsebrühe in ca. 20min weich garen.

In der Zwischenzeit das Toastbrot in kleine Würfel (0,5 - 1cm) schneiden. In einer Pfanne ca. 2 EL Olivenöl erhitzen, 1 Knoblauchzehe klein hacken (oder pressen) und zusammen mit den Brotwürfeln in das heiße Fett geben und braten, bis die Würfel knusprig sind. Croutons auf etwas Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die restliche Paprika und das Kürbisfruchtfleisch in kleine Würfel schneiden und in der Pfanne kurz anbraten (einfach die gleiche Pfanne weiter verwenden), die restliche Brühe (50ml) angießen und das ganze in wenigen Minuten weich garen, bis das Waser fast verdampft ist. Einen kleinen Schuss Olivenöl zugeben, kurz weiterbraten und die Petersilie unterrühren.

Das Gemüse im Topf zusammen mit 1/2 EL Currypulver, Sahne und Kokosmilch pürieren und die Butter einrühren. Mit Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe in Suppentassen geben, mit dem Gemüse als Einlage und den Croutons servieren.

Tip: Wenns richtig schnell gehen soll, fertige Croutons nehmen und die Einlage weglassen, dafür die Suppe mit etwas Petersilie garnieren.

Viel Spaß beim Nachkochen!
Guten Hunger!
Bille

Freitag, 2. September 2011

28. August 2011 - Wilkommens-Menü

Aus den "5 Torri" hatte ich eine SMS geschrieben, dass das Essen dort so wahnsinnig gut sei und Michael sich ganz schön anstrengen müsste, wenn er da mithalten möchte. Ich hatte es im Spaß geschrieben, doch die Antwort war "Challenge Accepted" Und die Ausführung kam heute.
Da Michaels Freund Chris noch bei uns ist, sind wir heute abend zu dritt.

Zur Vorspeise gab es eine kleine Antipastiplatte mit gefüllten Weinblättern und Oliven vom Viktualienmarkt, dazu einige Trauben.


Als ersten Gang hat Michi uns dann Currytortellini mit Champignons gemacht, ein Gericht, dass wir schon einmal als Hauptspeise hatten. Aber heute soll es ja noch mehr Gänge geben :)
Eine genauere Beschreibung von diesem Gericht gibt es deshalb auch hier.


Als zweiten Gang dann das heutige Hauptgericht: Seelachs auf Lauchbett


Der Seelachs wird gedämpft, eine Zubereitungsmethode, die ich sonst eher nicht verwende. Im Kochwasser sind neben Lorbeerblättern und Estragon auch Knoblauch. Das soll dem Fisch einen dezenten Geschmack geben. Das Lauchbett ist in der Pfanne kurz gedünsteter Lauch (in Ringen), abgeschmeckt mit Creme Fraicht, Salz, Pfeffer und Zitronensaft. Garniert wurde dann alles mit Estragon.
An sich ein sehr leckeres Gericht, vor allem hat mir der Lauch überraschend gut geschmeckt. Leider ist der Fisch etwas trocken geworden, vielleicht hätte ich ihn kürzer dämpfen sollen. Außerdem darf der Fisch selbst kräftiger gewürzt werden, also zum Beispiel vor dem Dämpfen salzen und pfeffern.

Die Nachspeise habe ich mir dann spontan ausgedacht, da die beiden Männer beim Einkaufen nicht an so etwas gedacht haben. Es gab Bananen mit Karamellkruste, Eis und Walnüsse mit Sahne und Honig.


Für die Karamellkruste habe ich einfach etwas braunen Zucker auf die Bananenhälften gestreut und mit dem Bunsenbrenner karamelisiert.

Das ist auf jeden Fall mal ein gelungenes Menü für einen Urlaubsheimkehrer :) Danke dafür!

Guten Hunger!
Bille

Samstag, 20. August 2011

17. August 2011 - Paprika-Curry-Sauce, Brot mit Tomatenaufstrich

Heute musste ein schnelles Gericht zwischen dem Lernen her. Es gab daher Pasta mit einer Paprika-Curry-Sauce:


Die Zubereitung besteht im Wesentlichen darin, die Paprika zu würfeln und anzubraten. Gewürzt wird mit Petersilie und Curry. Ausserdem kommen noch Erbsen dazu.
Wie gesagt: sehr schnell aber trotzdem gut.
Entnommen ist das Rezept aus dem GU Kochbuch "1 Nudel - 50 Saucen".

Und ich, ich bin mal wieder unterwegs. Für 1,5 Wochen bin ich mit der Jugendgruppe auf verschiedenen Hütten beim Klettern und auf Hochtour. Die erste Hütte ist die Drei-Schuster-Hütte in der Nähe der "Drei Zinnen" in den Dolomiten.
Leider war das Essen hier nicht nur teuer, sondern auch wenig. die paar wenige Nudeln haben nirgends hin gereicht, deshalb wurde die Hauptmahlzeit heute leider Gottes tatsächlich ein einfaches Brot mit Tomatenaufstrich im Lager.

Guten Hunger!
Bille

Montag, 8. August 2011

07. August 2011 - Garnelen in Kokosmilch mit Pooris

Und weiter gehts mit der indischen Woche:
Heute mit einem Garnelen-Curry ("Garnelen in Kokosmilch") und dazu Pooris, knusprige, in Fett frittierte Teigfladen.



Das Garnelen-Curry ist eine Sauce aus Zwiebelmasse mit Kokosmilch un Gewürzen in der die Garnelen gegart werden. Eigentlich sehr simpel, aber lecker. Das Rezept gibts auch wieder hier im Netz.

Pooris sind fast das gleiche wie Chapati, nämlich Teigfladen aus Weizenmehl, Salz und Wasser. Nur hier kommt noch ganz wenig Fett mit rein und statt trocken ausgebacken, werden sie in heißem Fett frittiert und damit sehr knusprig. Das Rezept gibts hier. Daszu braucht es auch noch das Grundrezept für Chapatis, das gibts hier.

Beide Rezepte sind ursprünglich natürlich aus meinem neuen Kochbuch "Indien - Küche und Kultur"

Guten Hunger!
Bille

Donnerstag, 14. Juli 2011

10. Juli 2011 - Garnelen-Paprika-Reis

Ursprünglich hatten wir geplant Essen zu gehen. Leider ging das aufgrund einer Veranstaltung nicht, so dass wir kurzerhand etwas improvisieren mussten. Es gab Garnelen-Paprika-Rais.


Zunächst wurden ein paar Zwiebeln angebraten und dann die gewürfelten Paprikastücke dazugegeben. Das Ganze wurde mit etwas Wasser abgelöscht. Nun kamen die Garnelen und Gewürze dazu. Es war eine Mischung aus Chili, Paprikapulver, Kardamom und Curry.
Alles in allem hat es echt lecker, leider weiß ich nur noch ungefähr, wieviel Gewürze ich genau verwendet habe.

Montag, 27. Juni 2011

23. Juni 2011 - Subji / 0,5m-Wurst

Seit gestern abend bin ich mit zwei Kolleginnen in Berlin beim arbeiten. Da wir lange in die Nacht hinein arbeiten, muss der Genuss zugunsten von schnell zurückstecken und es gibt Lieferdienst. Immer auf der Suche nach etwas, was wenigstens ein bisschen schmeckt, haben wir die Tage zwei indische Lieferdienste ausgegraben.
Heute gabs bei mir also "Subji". Ein Gemüsecurry mit Gemüse der Saison, mit Reis und Naanbrot vom Lieferdienst Maharadza. War ganz ok :)

Guten Hunger!
Bille

Leider gibt es heute kein Foto. Irgendjemand hat eines gemacht, aber es kam nie bei mir an. Zu essen gab es eine 0,5m-Wurst. Sehr fettig, hat aber satt gemacht.