Dienstag, 2. Juli 2013

Marrakesch - Streetfood und die Souks

Nach einer kleinen Odyssee durch die Altstadt (Medina) von Marrakesch haben wir schließlich dem Hitzschlag nahe ein kleines Riad gefunden, dass von einer jungen Deutschen und ihrem marrokanischen Partner geführt wird. Sie gab uns den Tip, am Jeema el fna, dem zentralen Platz,  unbedingt den Stand Nr. 14 zu suchen. Am Jeema el fna bauen die unterschiedlichen Köche und ihre Gehilfen jeden Abend um Sonnenuntergang ihre Stände auf uns werben dann um Kunden. An dem uns empfohlenen Stand sind die Bänke rund um die Kochstelle aufgebaut und man isst frittierten Fisch und Beilagen wir Pommes, Auberginenpaste (die Auberginen werden erst in Scheiben frittiert und dann zu einer Paste zerdrückt) und Tomaten. Der Fisch kommt frisch von der Küste und schmeckt herrlich. Im Anschluss gönnen wir uns frisch gepressten Orangensaft, das Glas für umgerechnet weniger als 40 Cent. Am folgenden Tag begeben wir uns auf Streifzug durch die Souks, die Bazare der Stadt. Neben Holzarbeiten, Ledertaschen, Schuhen und Kleidung finden sich auch unzählige Stände mit Gewürzen, Oliven, frischem Obst und Gemüse und Süßigkeiten. Selbige probieren dann auch bei einem Glas typischem Minztee in der Pâtisserie de la Pricess in der Rue de la princess. Mhhhh.... Süß :-)
Weitere Fotos und Reiseberichte für www.worldwide-trekking.de





Guten Hunger!
Bille

Donnerstag, 27. Juni 2013

Beereneis auf Physiker-Art

Abschied von meiner Abteilung nach über 3 1/2 Jahren. Die Kollegin, die ebenfalls geht, hat leckeren Kuchen gemacht, ich habe - denn dafür habe ich eine gewisse Bekanntheit erlangt - Eis beigesteuert.

Und wer braucht schon eine Eismaschine, wenn man große Kannen mit flüssigem Stickstoff besitzt?

Und so gehts (Menge für eine halbe Horde Physiker ;-) ):

~ 1kg TK Beeren (Himbeeren, Beerenmischung o.ä.)
600g Sahne
100-200ml Milch
100-200g Zucker
Saft einer Zitrone
viel Flüssigstickstoff (OK, Eismaschine geht auch...)

Alle "normalen" Zutaten mischen und pürieren. Dann so lange Stickstoff zugeben, bis es Eis geworden ist. Alternativ in der Eismaschine gefrieren
Geht schnell und schmeckt lecker!




Guten Hunger!
Bille

Indische Linsensuppe und Gemüsecurry à la Saranyan

Lange, lange ist es her, dass ich geschrieben habe. Grund ist, dass ich in den letzten Monaten sehr viel zu tun hatte und gar nicht viel und schon gar nichts besonderes gekocht habe.
Wie auch immer: ich lebe noch!

Und nach dieser anstrengenden Zeit habe ich beschlossen, mir eine Auszeit zu nehmen und ein wenig zu reisen. Deswegen gibt es bald wieder Einträge aus aller Welt, denn außer Land und Leute möchte ich eben auch die Küche diverser Länder ausprobieren. Mehr Infos dazu gibt's übrigens auch auf unserem Trekkingblog www.worldwide-trekking.de

Aber zur Einstimmung erst einmal zwei Rezepte, die mir mein indischer Kollege Saranyan im Austausch gegen Käsespätzle inclusive Rezept gezeigt hat.

Indische Linsensuppe:

Cocktailtomaten und die etwa gleich große Menge Zwiebeln in Stücke bzw. Ringe schneiden und mit Wasser und Sambar Pulver kochen. Dabei die weichen Tomaten mit einer Gabel zerdrücken. Gelbe Linsen (Toor Dhal) separat mit etwas Salz kochen. Die abgetropften Linsen zum Gemüse ins Wasser geben und mit Chillipulver, Garam Masala, Kreuzkümmel (gemahlen und Saat), Koriander, Asfoetida, Salz und Pfeffer abschmecken.


Aloo paratha (Kartoffel-Gemüsecurry) à la Saranyan:

Kartoffeln in Stücke schneiden und garen. Gegarte Kartoffeln, Karotten, Auberginen, Erbsen und Zwiebeln (zu ungefähr gleichen Teilen) getrennt anbraten. Die Zwiebeln dürfen dabei leicht braun werden. Alles mit etwas passierten Tomaten mischen, erhitzen und mit Chilli, Kreuzkümmel, Kurkuma, Bockshornklee (gemahlen), Asfoetida und Salz abschmecken. 
In Chapati einwickeln, mit Joghurt, Tamarindensauce (Tamarindenpaste mit etwas Wasser verrühren) und "mixture" (alternativ Chipsbrösel) servieren.



Guten Hunger!
Bille

Freitag, 7. Dezember 2012

Rote-Linsen-Kokos-Suppe

An kalten Tagen wie zur Zeit ist eine heiße Suppe etwas Feines. Noch dazu ist es ein Abendessen, dass nicht so schwer im Magen liegt, auch wenn es mal wieder später wird.
Das heutige Rezept bekommt seinen exotischen Anstrich von ungewöhnlichen Gewürzen wie Thaibasilikum (Ingwer und Curry gehört ja in der modernen Küche schon gar nicht mehr zu den ungewöhnlichen Gewürzen) und einem guten Schuss Kokosmilch.
Die "Rote-Linsen-Kokos-Suppe" hat uns auf jeden Fall gut aufgewärmt.


Für 2 Personen:

  • 1-2 EL neutrales Öl
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer (ca. 3cm)
  • 1 Paprikaschote
  • 1 mittelgröße gelbe Rübe
  • 110 g rote Linsen
  • 2 TL scharfes Currypulver
  • 350 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Kokosmilch
    Salz, Cayennepfeffer, Zitronensaft
  • 2 Zweige Thaibasilikum

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein würfeln, die gelbe Rübe und die Paprika in kleine Würfel schneiden. Das Öl in einem Topf heiß werden lassen und alles gewürfelte darin ca. 3 min anbraten. Currypulver darüber streuen. Die Linsen abbrausen und zusammen mit Brühe und Kokosmilche in den Topf geben und aufkochen.
20min köcheln lassen bis das Gemüse und die Linsen weich sind. Die Suppe entweder pürieren oder "stückig lassen", mit Cayennepfeffer, Salz und Zitronensaft würzen (vorsichtig abschmecken) und mit gehacktem Thaibasilikum servieren.

Guten Hunger!
Bille

Montag, 3. Dezember 2012

japanischer Nudelsalat mit gebratenen Garnelen

Nach einer langen Zeit ohne wirklich neue Rezepte und Ideen hat uns Flo, der zum Abendessen bei uns war, mit seinem mitgebrachten Rezept mal wieder in die japanischen Gefilde entführt. Das Rezept stammt vom Yotan Ottolenghi und wurde im "Guardian" veröffentlicht.
Wir hatten einen japanischen Nudelsalat mit gebratenen Garnelen. Ein Gedicht aus japanischen Sobenudeln (Buchweizen-Nudeln), asiatischen Gewürzen wie Inger, Koriander und Thaibasilikum und ungewöhnlichen Zutaten wie Seegras und Algen.


Und hier gibts das Rezept dazu.
Für 4 Personen braucht es:

  • 200g Sobe Grünteenudeln (alternativ normale Sobe-Nudeln oder Reisnudeln)
  • 2 Sisho-Blätter, fein gehackt (alternativ gehacktes Koriandergrün, ca. 1,5 EL)
  • 1 rote Chillischote, entkernt und fein gewürfelt
  • 2 TL Mohn
  • 1 kleine Gurke oder eine halbe Salatgurke, gewürfelt (ca. 1 cm Kantenlänge)
  • 20g getrocknetes und rehydriertes Seegemüse (alternativ 60g Seegras oder auch Nori Algen)
  • 250g Garnelen, entdarmt und gepult
  • 1 EL Erdnussöl
  • 5g Thaibasilikum

Für das Dressing:
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1,5 EL Reisessig
  • 3 EL Mirin
  • 2,5 EL helle Sojasauce (alternativ dunkle)
  • 2 TL Sesamöl
  • 3 EL fein gehackte Schalotte
  • 3 EL fein gehackter Ingwer
  • 0,5 TL Salz

Die Zutaten für das Dressing gut mixen. In der Zwischenzeit die Nudeln nach Packungsanweisung garen und die Garnelen in dem (heißen) Erdnussöl anbraten.
Nudeln, Shisoblätter, Mohn, Chilli, Gurke und Seegras mit dem Dressing mixen, mit den Garnelen und dem gehackten Thaibasilikum servieren.

Guten Hunger!
Bille

Donnerstag, 13. September 2012

Flammkuchen mit Ziegenkäse und Rosmarin

So langsam wird es kälter, der Herbst naht. Und in den Läden gibt es den ersten "neuen Wein". Und damit beginnt auch wieder die Zeit von Zwiebelkuchen, Dinnete und Flammkuchen.

Aufgrund eines Rezepttips vor kurzem und dem übrigen Ziegenkäse im Kühlschrank haben wir uns gestern an einem Flammkuchen mit Ziegenkäse und Rosmarin versucht.

Ich sag nur: WOW! Der war aber sowas von lecker!


Und so gehts:
Einen Teig aus Mehl, Wasser, wenig Öl (Olivenöl) und salz zubereiten. Den Teig kurz (20min) ruhen lassen und dann dünn ausrollen und auf ein Backblech mit Backpapier legen.
~150g Crème fraîche auf dem Teig verteilen, darauf ca. 100g geraspelten Ziegenkäse und ca. 50g Speck- oder Katenschinken-Würfel verteilen. 200g Zwiebelringe darüber geben und 1 EL gehackte (frische) Rosmarinnadeln drüber verteilen.
Bei maximaler Hitze im Backofen 15-20min backen. Vor dem Servieren flüssigen Honig in einem dünnen Strahl drüber geben.

Und hier gibts das Originalrezept: Flammkuchen mit Ziegenkäse, Rosmarin und Honig
  • Meine Abwandlungen: 
  • Crème fraîche statt crème Double und nur ca. 150g statt 200g
  • fester Ziegenkäse, dafür geraspelt
  • Speckwürfel zusätzlich
  • Dafür: Das ganze Rezept zu zweit verdrückt (von weniger wäre ich auch nicht satt geworden)

Guten Hunger!
Bille

Safranrisotto mit Ofentomaten und glasierten Frühlingszwiebeln

Safranrisotto oder "Risotto milanese" ist eines der Standardrisotto-Rezepte und wird nicht nur als "Primo" sondern auch als Beilage zu Fleischgerichten gereicht.

Das Safranrisotto mit Ofentomaten und glasierten Frühlingszwiebeln braucht sich dagegen nicht als Beilage verstecken sondern ist ein tolles, vegetarisches Hauptgericht, das satt macht und toll gewürzt ist.


Das Risotto selbst wird "ganz normal" zubereitet. Zwiebeln (oder Schalotte) anschwitze, Reis kurz mitbraten, mit Weißwein und Brühe ablöschen und dann langsam kochen lassen, bis der Reis gar ist dabei immer wieder Brühe nachgießen. Der Safran kommt zusammen mit der ersten "Ladung" Brühe dazu. Zum Schluss geriebenen Parmesan einrühren und fertig!

Besonders an diesem Gericht finde ich aber vor allem die Zubereitung von Tomaten und Frühlingszwiebeln. Während letztere in Salzwasser blanchiert werden und dann in Butter glasiert, werden die kleinen Tomaten (Cocktail- oder kleine Datteltomaten) im Ofen mit Rosmarin, Thymian und viel Knoblauch gegart. Dadurch bleiben sie schön saftig und zerfallen nicht, sind aber trotzdem weich und durch gegart. Die Gewürze und der Knoblauch sind so lecker, dass sie auch zusammen mit dem Risotto toll schmecken, deshalb unbedingt die entsprechende Auflaufform gut auskratzen und alle Kräuter mit auf den Teller packen.

Das Rezept gibts hier: Safranrisotto mit Ofentomaten und glaciertem Zwiebellauch

Guten Hunger!
Bille