Ich koche gerne und viel. Und ich esse gerne. Doch gerade im Winter und frühen Frühling, wenn die Auswahl an heimischem Obst und Gemüse eher überschaubar ist, denke ich mir doch immer wieder: Müssen es wirklich Tomaten aus Spanien und Paprika aus Israel sein? Länder, die wahnsinnig trocken sind und trotzem im großen Stil Gemüse anbauen, dafür aber ganze Landstriche austrocknen (das kann dann sogar bio sein, denn der Umgang mit der weiteren Natur ist hier nicht geregelt)? Oder Obst, dass um die halbe Welt verschifft wird? Nachhaltig ist das nicht. Aber was sind die Alternativen?
In Deutschland und Mitteleuropa fallen unter dem Begriff "Wintergemüse" vor allem Knollen, die sich gut und relativ einfach lagern lassen (zugegeben, heutzutage trotzdem überall in großen Kühllagern) und/oder Sorten, die schon früh im noch kalten Boden gedeihen.
Bekannt sind natürlich Gemüsesorten wie Kartoffeln, Karotten, Sellerie und co, aber es gibt auch weniger bekannte Knollen.
Zwei davon habe ich jetzt mal wieder zubereitet: Schwarzwurzeln und Topinambur
1) Gratinierte Schwarzwurzeln:
Eines meiner totalen Lieblingsgerichte, was es mangels Verfügbarkeit von Schwarzwurzeln leider meistens nur einmal im Jahr gibt. Ich habe es schon einmal vorgestellt, das Rezept findet sich hier.
Schwarzwurzeln mit Tomatensauce, Zwiebeln und Petersilie werden dazu im Ofen mit Käse, vor allem Mozzarrella, überbacken. Mhhhh, lecker.
2) Topinambur-Suppe:
Topinambur ist eine Kartoffeln-ähnliche Knolle, ich kenne sie aus meiner Kindheit unter dem Spitznamen "Hasenkartoffeln". Wir hatten welche im Garten und unsere Kaninchen haben das Grün davon begeistert abgeknabbert.
Dieses Jahr habe ich eine Suppe draus gemacht. Dazu wird der Topinambur mit Zwiebeln, Karotten, Lauch, Sellerie und Brühe gegart und zu einer Cremesuppe püriert. Die in diesem Rezept angegebenen Mengen habe ich nach Inhalt des Kühlschranks etwas variiert, das geht problemlos.
Fazit: Auch im Winter gibt es leckeres, heimisches Gemüse. Man muss nur mal rumprobieren.
Guten Hunger!
Bille
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Mittwoch, 9. April 2014
Donnerstag, 16. Februar 2012
Überbackene Schwarzwurzeln
Die Schwarzwurzel ist ein Wurzelgemüse aus der Familie der Korbblütler (mit dem Löwenzahn verwand), das ursprünglich von der iberischen Halbinsel stammt. Die schwarzen Wurzelstangen wurden schon im Altertum und im Mittelalter als Heilpflanze gegen Pest un Schlangenbisse genutzt (daher auch der lateinische Name "Scorzonera" von Scorzone = giftige schwarze Schlange).
Seit dem 17. Jahrhundert wurde die Schwarzwurzel dann auch im restlichen Europa kultiviert und erhielt hier den Spitznamen "Winterspargel" oder auch "Arme-Leute-Spargel".
Heute kommt das Wintergemüse wieder mehr in Mode und wird saisonal auch in Discountern verkauft.
Und genau da habe ich sie diese Woche bekommen. Früher gab es die fertig geschälten Schwarzwurzeln immer tiefgefroeren bei einem bekannten Tiefkühlkost-Lieferanden und meine Mutter hat sie immer als "Überbackene Schwarzwurzeln" gemacht. Eines meiner Leibgerichte. Irgendewann gab es die Wurzeln dann nicht mehr zu kaufen und damit eines meiner Lieblingsgerichte auf Jahre nicht mehr.
Seit ein paar Jahren mache ich mir wenigstens einmal im Jahr die Mühe, die Wurzeln zu schälen und zu kochen, das Rezept hab ich ein wenig abgewandelt, dass es etwas zeitsparender ist.
Überbackene Schwarzwurzeln (2 Personen):
Schwarzwurzeln garen und schälen (Tips weiter unten), in ca. 5 cm lange Stücke schneiden.
Den Ofen auf 200° vorheizen und eine Auflaufform fetten.
Die Zwiebel in Ringe und den Knoblauch in Scheiben schneiden. Zwiebeln, Knoblauch und Schwarzwurzeln in Butter anbraten.
Die Tomaten über das Gemüse in der Pfanne gegeben und kurz einkochen lassen. Mit reichlich Basilikum, Petersilie und Koriander würzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Gemüsemischung in die gefettete Auflaufform geben, Mozzarellascheiben drauf legen und etwas Parmesan oben drauf reiben.
20 min bei 200°C überbacken.
Ein Tip zum Schälen der Schwarzwurzeln. Wenn man sie im rohen Zustand schält, sondern sie eine milchige, klebrige Flüssigkeit ab und färben die Hände furchtbar.
Man kann die Schwarzwurzeln aber auch einfach im Dampf weich (bzw. bissfest) garen, dann kann man die Schale abziehen bzw. sogar unter kalten Wasser mit den Fingern abreiben.
Vor dem Garen nicht vergessen zu waschen, die Wurzeln werden meist sandig und erdig verkauft.
Dieses Jahr habe ich übrigens gleich eine größere Menge Wurzeln fertig gegart und geschält und dann eingefroren.
Guten Hunger!
Bille
Seit dem 17. Jahrhundert wurde die Schwarzwurzel dann auch im restlichen Europa kultiviert und erhielt hier den Spitznamen "Winterspargel" oder auch "Arme-Leute-Spargel".
Heute kommt das Wintergemüse wieder mehr in Mode und wird saisonal auch in Discountern verkauft.
Und genau da habe ich sie diese Woche bekommen. Früher gab es die fertig geschälten Schwarzwurzeln immer tiefgefroeren bei einem bekannten Tiefkühlkost-Lieferanden und meine Mutter hat sie immer als "Überbackene Schwarzwurzeln" gemacht. Eines meiner Leibgerichte. Irgendewann gab es die Wurzeln dann nicht mehr zu kaufen und damit eines meiner Lieblingsgerichte auf Jahre nicht mehr.
Seit ein paar Jahren mache ich mir wenigstens einmal im Jahr die Mühe, die Wurzeln zu schälen und zu kochen, das Rezept hab ich ein wenig abgewandelt, dass es etwas zeitsparender ist.
Überbackene Schwarzwurzeln (2 Personen):
- 500g gekochte und geschälte Schwarzwurzeln (ca. 600-700g frisch)
- 1 Dose stückige Tomaten
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Kugel Mozzarella
- etwas Parmesan
- Butter zum braten und für die Form
- Salz, Pfeffer
- Koriander
- Basilikum, Petersilie
Schwarzwurzeln garen und schälen (Tips weiter unten), in ca. 5 cm lange Stücke schneiden.
Den Ofen auf 200° vorheizen und eine Auflaufform fetten.
Die Zwiebel in Ringe und den Knoblauch in Scheiben schneiden. Zwiebeln, Knoblauch und Schwarzwurzeln in Butter anbraten.
Die Tomaten über das Gemüse in der Pfanne gegeben und kurz einkochen lassen. Mit reichlich Basilikum, Petersilie und Koriander würzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Gemüsemischung in die gefettete Auflaufform geben, Mozzarellascheiben drauf legen und etwas Parmesan oben drauf reiben.
20 min bei 200°C überbacken.
Ein Tip zum Schälen der Schwarzwurzeln. Wenn man sie im rohen Zustand schält, sondern sie eine milchige, klebrige Flüssigkeit ab und färben die Hände furchtbar.
Man kann die Schwarzwurzeln aber auch einfach im Dampf weich (bzw. bissfest) garen, dann kann man die Schale abziehen bzw. sogar unter kalten Wasser mit den Fingern abreiben.
Vor dem Garen nicht vergessen zu waschen, die Wurzeln werden meist sandig und erdig verkauft.
Dieses Jahr habe ich übrigens gleich eine größere Menge Wurzeln fertig gegart und geschält und dann eingefroren.
Guten Hunger!
Bille
Montag, 17. Januar 2011
17. Januar 2011 - Wintergemüse-Ratatouille
Uaaaah, grün! so ungefähr sah Michaels Gesichtsausdruck heute erst mal aus. Und dann nur die Bemerkung: "Im Film (Anmerkung: Rat-ta-touille) sah das aber anders aus!". Nach dem ersten Bissen musste er dann doch zugeben, dass es besser schmeckt als erwartet ;)
Ich habe heute meine Kühlschrankvorräte verarbeitet und ein Ratatouille aus Wintergemüse gemacht.
Im Endeffekt ist das ein simpler Gemüseeintopf. Statt den mediterranen Gemüsesorten des Originals kommen hier halt gelbe Rüben, Kartoffeln, Sellerie, Lauch und Wirsing rein. Ich hab das Ganze noch durch ein Stück Petersilienwurzel ergänzt (war noch im Kühlschrank). Ich denke, man kann es nach Lust und Laune auch noch mit allem möglichen anderen Kohl- und Wurzelgemüse machen.
Abgeschmeckt wurde der Eintopf dann mit Kreuzkümmel, Brühe (Instantpulver), Salz und Pfeffer.
Das Rezept ist aus dem GU-Kochbuch "Das Koch-Spar-Buch" und findet sich im Internet hier.
Ab morgen ist Michael mit der Planung dran. Mal sehn, was es gibt, ich freu mich schon drauf. Jetzt darf ich mich nämlich zurück lehnen ;-)
Guten Hunger!
Bille
P.S.: In der Nacht habe ich ziemlich schnell wieder Hunger bekommen. Es empfiehlt sich, eine Sättigungsbeilage mit einzuplanen. Das könnte zum Beispiel ein Stück Brot sein, oder deutlich mehr Kartoffeln im Eintopf. So ist das leider eher ein Gericht zum Abnehmen ;)
Ich habe heute meine Kühlschrankvorräte verarbeitet und ein Ratatouille aus Wintergemüse gemacht.
Im Endeffekt ist das ein simpler Gemüseeintopf. Statt den mediterranen Gemüsesorten des Originals kommen hier halt gelbe Rüben, Kartoffeln, Sellerie, Lauch und Wirsing rein. Ich hab das Ganze noch durch ein Stück Petersilienwurzel ergänzt (war noch im Kühlschrank). Ich denke, man kann es nach Lust und Laune auch noch mit allem möglichen anderen Kohl- und Wurzelgemüse machen.
Abgeschmeckt wurde der Eintopf dann mit Kreuzkümmel, Brühe (Instantpulver), Salz und Pfeffer.
Das Rezept ist aus dem GU-Kochbuch "Das Koch-Spar-Buch" und findet sich im Internet hier.
Ab morgen ist Michael mit der Planung dran. Mal sehn, was es gibt, ich freu mich schon drauf. Jetzt darf ich mich nämlich zurück lehnen ;-)
Guten Hunger!
Bille
P.S.: In der Nacht habe ich ziemlich schnell wieder Hunger bekommen. Es empfiehlt sich, eine Sättigungsbeilage mit einzuplanen. Das könnte zum Beispiel ein Stück Brot sein, oder deutlich mehr Kartoffeln im Eintopf. So ist das leider eher ein Gericht zum Abnehmen ;)
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