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Mittwoch, 13. Juni 2012

Restaurant: Yak&Yeti

Am Sonntag waren wir mal wieder auswärts essen. Dieses Mal im nepalesischen Restaurant Yak&Yeti in München. Wir hatten noch einen Gutschein über ein 4-Gänge-Menü und wussten deshalb schon grob, was uns erwarten würde.

1. Gang: Sabji Thupka

Eine kräftige Gemüsesuppe mit frischem Gemüse und Nudelneinlage. Schon die Suppe allein macht bei kleinem Hunger satt. Gut gewürzt und heiß.

2. Gang: Bhedako Dal-Bhat

Der Klassiker der nepalesichen Küche. Dal Bhat, also Reis mit Linsensuppe. Meistens wird es mit irgendeiner Form eines Currys gereicht, also ein Art gut gewürzter Eintopf. In diesem Fall gab es Blumenkohl und grüne Bohnen sowie scharf gewürzes Lammfleisch in Sauce dazu. Außerdem sauer eingelegtes Gemüse und Raita, eine Joghurtsauce. Es war: Lecker, authentisch (so wie wir es aus Nepal kennen), scharf (wie gewünscht) und richtig viel.

Traditionell bekommt man in Nepal alles außer dem Fleisch auch so oft nach, wie man möchte, das wird auch im Yak&Yeti so gehandhabt.

3. Gang: Saljito

Momos! Die leckeren nepalesischen Teigtaschen, in diesem Fall scharf gefüllt mit einer Mischung aus Zwiebeln und Kohl. Lecker!








Nachspeise: frittierte Milchbällchen in Sirup, Mangocreme

Wie man Nachspeisen aus Indien/Nepal und co erwartet. Süß, süß und nochmal süß. Die Milchbällchen bestehen aus einer Art gestockter Milch, werden frittiert und in Zuckersirup eingelegt. In diesem werden sie auch - mit ein paar Mandeln - serviert. Mal was ganz anderes. Michael hatte stattdessen eine Mangocreme, die auch richtig nach gute, frischen dun süßen Mangos geduftet hat.




Das Essen war insgesamt reichlich und wirklich sehr gut. Die Speisen waren gut gewürzt und merklich richtig frisch zubereitet. Der Service war freundlich und extrem nett und zuvorkommend. Wir haben es wirklich genossen und kommen gerne wieder.

Zur Homepage des Restaurants

Guten Hunger!
Bille

Montag, 12. Dezember 2011

24. November 2011 - Dal Bhat und Tsampa

Heute haben wir einen absolut tollen Tag erlebt. Morgens beim Loslaufen erfahren wir, dass im Ort Langtang ein großes Fest im Kloster stattfindet. Da wir sowieso bis in die Gegend von Langtang möchten, beschließen wir, nur die zwei Stunden bis dort abzusteigen und den Rest des Tages dort zu verbringen. Wir finden eine Unterkunftmöglichkeit nahe am Kloster, wo wir auch zu mittag essen, bevor wir zu dem 800 Jahre alten, buddhistischen Kloster aufbrechen. Das Essen hätten wir nicht gebraucht. Kaum waren wir da, hatten wir Milchtee in den Händen, wenig später kam jemand, der mir Nudeln angeboten hat. So ging es den Rest des Tages weiter. Die "Hauptmahlzeit" schließlich war das klassische Dal Bhat, Reis mit Linsensuppe und Gemüsecurry. In diesem Fal enthielt das Curry vor allem Kartoffeln. Wir haben aufgeladen bekommen wie nochmal was und selbst ein deutliches "Nein" half nichts, es kam immer noch mehr.


Das Fest war Teil einer Trauer/Beerdigungszeremonie und als letzter Teil ein großes und fröhliches Fest. Es wurde viel gesungen, gebetet, Zeremonien abgehalten und als es dunkel wurde dann auch gemeinschaftlich getanzt. Im Laufe des weiteren Tages und abends haben wir auch noch Tsampa probiert, sehr trockene Knödel aus geröstetem Gerstenmehl, die es während der Zeremonien gab.
Außerdem haben wir Buttertee (Schwarzer Tee mit Salz und Yak-Butter, sehr gewöhnungsbedüftig, schmeckt wie sehr fettige Brühe), Chang (ein Reisbier) und Raksi (Schnaps) bekommen und probiert. Der Schnaps wurde - wenn nicht gleich in Teetassen eingeschenkt - in die hohle Hand gekippt und damit in den Mund befördert. Wer braucht denn schon Schnapsgläser?

Der Haken an der Sache: Die Wirtin der Lodge hatte für uns und zwei weitere Paare ebenfalls Dal Bhat vorbereitet, das wir aber um keinen Preis mehr essen konnten. Die Lösung: Wir haben am nächsten Tag Reis und Gemüse in den Topf vom Kocher bzw. die anderen in ihre Brotzeitboxen bekommen, die Linsensuppe in eine Plastikflasche und das gabs dann kalt zum Mittag essen. Das ist doch auch mal was :)

Guten Hunger!
Bille