Mittwoch, 6. Juni 2012

Scotland - Discovering Fort WIlliam and around

Die letzten 3 Tage unserer Schottlandreise haben wir im Zielort unserer Trekkingtour verbracht - Fort William. Die Kleinstadt mitten in den Highlands liegt am Loch Linhe, einer der langen Fjorde und ist unter anderem Ausgangspunkt für die Besteigung des Ben Nevis (1344m), des höchsten "Berges" (oder besser munros) der britischen Inseln. Den haben wir natürlich auch mitgenommen.

Die anderen beiden Tage haben wir verschiedene Dinge durchprobiert, die wir unbedingt noch versuchen wollten und außerdem die Ben Nevis Destillery besucht.


Von letzterer waren wir leider gar nicht so begeistert. Die Tour bestand aus einem Video und einem ca. 15minütigen Rundgang, bei dem man aber kaum etwas gesehen hat. In viele Hallen konnte man nur von außen hineinschaun, durch die anderen sind wir in wenigen Minuten durchgelaufen.
Die anschließende "Verkostung" war genau ein kleines Glas des jüngsten und einfachsten Blends der Destille. Auf die Frage, ob wir den einzigen Single Malt, einen 10jährigen Whisky, versuchen dürften, bekamen wir nur zur Antwort, dass sie den nicht ausschenken würden, das würde sich nicht lohnen.
Aus unserer Sicht also ziemlich enttäuschen. Trotzdem eine kurze Bewertung:

Ben Nevis Blue Label:
40% vol., Blend aus 4-7-jährigen Whiskys, gelagert in Weinfässern. Er schmeckt einfach und mild, ein totaler Standard.
Anmerkung: Er gilt als sehr guter Blend und gewann 2000 eine Goldmedaille beim "International Wine&Spirit Competition". Trotzdem fällt er gegenüber den Single Malts, die wir sonst probiert haben total ab.
Bewertung: -/0

Schon mal vom "Deep Fried Mars Bar" gehört? Das soll angeblich der totale Renner, vor allem in den größeren Städten Schottlands sein - naja, bei den Touristen. Es handelt sich um einen frittierten Mars-Riegel im Teigmantel (im gleichen Teig frittiert, mit dem auch der Fisch für Fish&Chips paniert wird). Wir haben überall danach gesucht, und keinen gefunden. Auf persönliche Anfrage hat uns dann der Imbisstand am Zeltplatz einen Riegel aus dem Campingplatz-shop frittiert. Wir wollten einfach wissen, ob es Michael schmeckt (der sich den Ruf erworben hat, alles zu essen, vor allem Schokolade ;) ).



Das schokierende: Ja, er hat ihm geschmeckt. Noch schockierender: Flo und ich fanden es auch gar nicht so schlecht. Zugegeben: Immerhin scheint der Typ in der Imbissbude frisches Fett zu verwenden, nach Fisch hats nämlich nicht geschmeckt! Es schmeckt fettig und unglaublich süß!

Nach so viel Trekking und der doch recht anstrengenden Überschreitung des Ben Nevis hatten wir natürlich Appetit. Auf Sandwiches, Baguettes, Obst und, weil es auch so warm war: Eis! Die folgenden Fotos bleiben deshalb unkommentiert :)

Einmal sind wir dann aber doch noch richtig gut Seafood essen gewesen: Im Crannog Restaurant!

Das elegant und doch gemütliche Fischlokal direkt am Ufer des Loch Linhe ist nicht das allergünstigste (Hauptspeise 15-20 £), hat aber sehr guten Fisch und Meeresfrüchte. Die Speisekarte ist überschaubar, dafür gibt es jeden Tag eine Spezialitätenkarte, je nachdem was es gerade an Fisch gibt.
Das Restaurant wurde übrigens 2011 auch im Guide Michelin erwähnt, das sagt uns zumindest der Aufkleber im Fenster. Und das will im Normalfall ja wirklich was heißen!


Wir hatten zur Vorspeise: Fishcake mit Salat, Miesmuscheln in Weißweinsauce sowie Herz- und Venusmuscheln in Sahnesauce mit Chorizo und Tomaten.



Als Hauptspeise gabs dann: Krabbe in der Schale (kalt) mit Tomaten-Avocado-Salsa, Kartoffelsalat und Joghurtdressing. Außerdem Heilbutt mir Kräuterkruste auf Lauchbett mit Kartoffeln sowie Gebackener Seehecht mit Kartoffelpürree, Kopfsalat mit Minze und Erbsenpürree.



Ich kann das Restaurant uneingeschränkt empfehlen. Zusammen mit einer guten Flasche Weißwein, am offenen Fenster bei Sonnenschein: Herrlich!

Das wars aus Schottland. Ein Land, das ich nicht nur aufgrund seines Whiskys, sondern duchaus mal kulinarisch empfehlen kann. Egal ob indische, japanische oder manchmal eben auch typisch britische Küche sowie Seafood und ähnliches, es gibt dort tatsächlich auch kulinarisch was zu entdecken.

Guten Hunger!
Bille

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