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Dienstag, 5. Juni 2012

Scotland - Food and Drink of the Highlands

Im Anschluss an das Whiskytesten auf Islay hat es uns wieder aufs Festland, in die westlichen Highlands verschlagen. Dort waren wir auf Trekkingtour unterwegs, was uns nicht davon abgehalten hat, immer wieder mal irgendwo einzukehren oder auch sehr lecker auf Tour zu kochen.

Im Endeffekt beginnt unsere Tour schon mit der Reise von Islay nach Oban, wo wir wegen Verspätungen in dem kleinen Ort Lochgilphead etwas über eine Stunde auf den nächsten Bus warten müssen. Zusammen mit 3 Neuseeländern, die das gleiche Ziel wie wir haben, warten wir in einem süßen, kleinen Café (und klein ist wörtlich zu nehmen, es sind genau 4 kleine Tische drin) mit "homemade bakery", das "Mrs Mac's Coffee Shop". Traditionelle britische Scones (Rezeptvorschlag), Cupcakes und verschiedene Kuchen, dazu guten Schwarztee. So lässt es sich warten.



Weiter gings nach Oban, wo wir uns vor dem Abmarsch noch mal gute Fish and Chips, Fish Pie bzw. Scampi and Chips gegönnt haben. Heiß, fettig, mit Gemüse und Salat und richtig lecker. Genau das Richtige, wenn man sich aufmacht, auf mehrere Tage Trekking und es draussen kalt und wechselhaft ist. Das kleine Lokal "Oban Fish and Chips Shop" ist ein Take away mit angeschlossenem Lokal. Sieht es von aussen ein bisschen nach billigem Take-away aus, ist es doch wirklich zu empfehlen.


Aber auch unterwegs haben wir uns nicht lumpen lassen: Eine Espressokanne war genauso im Gepäck, wie ein guter Kocher und viel Essen.
Da kann man schon auch mal Pfannkuchen backen (Rezept), oder einen Linsen-Kartoffeltopf (Kartoffelbrei-Pulver ist besser als getrocknete Kartoffelscheiben. Diese brauchen lange zum Einweichen und sind dann immer noch zäh)mit frisch gebackenen Chapati. Sogar Toast (z.B. zum Rührei) bekommt man mit etwas Kreativität hin :)





Auch wenn das mit den Chapati irgendwie verlockend klang: Die Kocherpfanne wird einfach nicht heiß genug und es brennt an, bzw. bleibt kleben. Was aber bestimmt lecker ist: Wenn man ein Lagerfeuer hat und Stockbrot dazu machen kann.

Und wenn man zwischendrin mal in einen Ort kommt, wie zum Beispiel Kinlochleven, bietet es sich geradezu an, auch mal die Vorräte mit frischen wieder aufzustocken und unterwegs ein schon fast obligatorisches "Fish&Chips" oder einen Burger zu essen. Im erwähnten Ort kann ich dafür das Restaurant (und wenn das Wetter mal ganz schlecht ist, haben die auch Übernachtungsmöglichkeiten) "Highland Getaway" empfehlen. Das war mit das beste Fish&Chips, das wir hatten, und das zu sehr guten Preisen.

Und Whisky? Klar, gibts auch.
Wir haben natürlich auch der Oban Destillery einen Besuch abgestattet, um dort aber zu erfahren, dass es ein Tasting ausschließlich in Zusammenhang mit einer Tour gibt, und auf die nächste hätten wir 1,5 Stunden warten müssen. Das wollten wir an diesem Tag nicht mehr und sind deshalb gegangen. Insgesamt muss man aber sagen, dass die Destillery deutlich touristischer ist, als die, die wir auf Islay besucht haben. Aber immerhin hat jemand Humor bewiesen:


Den Whisky, den wir uns dank Verhandlungsgeschick von Michael in Bruichladdich in die dort neu erworbenen Falchmänner haben füllen lassen und die Miniflasche vom Laphroig "Cask Strength" haben wir dann unterwegs, nach anstrengenden Tagen oder einfach an einem schönen Abend gegönnt.
So trinkt man heute Whisky on the rocks!


Eine letzte Station steht noch aus: Unser Ziel "Fort William".
Bis dahin!

Guten Hunger!
Bille

Mittwoch, 30. Mai 2012

Scotland / Edinburgh: Food of different nations

Rainy scotland? Eher weniger. Tolles Wetter, wie es in Schottland sonst nur wenige Tage im Jahr hat, hat uns über eine Woche begleitet, dazu in der restlichen Zeit wechselhaftes Wetter mit einigen Regenschauern. Jetzt sind wir zurück und ich kann ein bisschen bereichten, was wir auf unseren kulinarischen Streifzügen durch Schottland so entdeckt haben.
Dazu werde ich in mehreren Teilen die kulinarischen Entdeckungen aus Edinburgh vorstellen, den Whisky der Insel Islay, wo wir immerhin 3 Tage verbracht und 5 Destillen besucht haben, außerdem einen Abschnitt über die Highlands und was wir dort alles so ausprobiert und entdeckt haben.

Das erste Wochenende haben wir in der schottischen Hauptstadt Edinburgh verbracht. Die Stadt ist die zweigrößte Stadt des nordeuropäischen Landes und britischen Landesteils und hat ca. 486.000 Einwohner. Sie liegt an der Ostküste direkt an einer Bucht am Meer und erstreckt sich über mehrere Hügel. Übrigens: sie ist auch Partnerstadt von München.

In Edinburgh haben wir in einem netten Bed&Breakfast gewohnt, das sich selbst "Art-House Morita" nennt. es ist von oben bis unten mit Bilder aller Stilrichtungen, Porzellanfiguren (vor allem Hunde), Virtinen voller weiterem Porzellan uns noch viel mehr Nippes und Kitsch vollgestopft. Das gibt ihm aber gleich wieder einen ganz besonderen Charme. Die beiden Betreiber Kozo (Japaner) und John (Schotte) führen das Haus und ein gleichnamiges Café in der Stadt mit viel Liebe und unglaublicher Zuvorkommenheit und Freundlichkeit.

Und so gabs zum Frühstück auch ein gutes und richtig deftiges, schottisches Frühstück. Angefangen von richtig gutem Porridge, ging es weiter mit Toast und Aufstrich, Obstsalat und dann das warme Früchstück: Bakes beans, Schinken, Wust, Haggis, gebratene champignons, gebratene Tomate, Spiegelei und Kartoffelecke.



Wow, das war so viel, so viel haben wir gar nicht runtergebracht. Und es war erstaunlich lecker, wenn man sich mit dem britischen "cooked breakfast" anfreunden kann (ich kanns, aber ist nicht jedermanns Geschmack).

Wir waren natürlich auch im Artcafé Morita und haben dort die verschiedenen japanischen Nudelgerichte und Teigtaschen probiert. Sehr lecker und von den beiden mit sichtlich viel Hingabe direkt hinter der Glastheke zubereitet, man konnt also sogar zusehen. Diese Nudeln und Teigtaschen, zusammen mit etwas gekochtem und gut gewürzem Fleisch haben für aufgrund unseres sehr frühen Aufbruchs übrigens am nächsten morgen auch als Bento-Box als Frühstück mitbekommen. Mmmmh, lecker!



Um in der asiatischen Ecke zu bleiben: Mother Indias Café - indische Küche im Tapas-Stil. Hier haben wir extrem gut gegessen.


Zu Papadum, Naan und Reis gab es lauter kleinere Gerichte, die wir uns geteilt haben. Von toll gewürzten und gebackenen Fischergerichten über Aloo Tiki (die indischen Kartoffelplätzchen) bis hin zu unterschiedlichsten gekochten Gerichten und Currys haben wir vieles durchprobiert.
Im Detail: Aloo Tikki, Coconut Parsley Salmon (Lachs mit Kokos und Petersilie) , Spiced Haddok (das ist Schellfisch), Lamb saag (Lamm), Garlic mushroom pakhora (in Knoblauchteig frittierte Pilze), Chicken breast curry (Hühnerbrust-curry), Okra&Potatoe Bhaji (Okraschoten und Kartoffeln). Das Restaurant zählt nach eigenen Angaben zu den besten indischen Restaurants der Stadt (oder sogar Schottlands) und ist unbedingt einen Besuch wert.

Damit auch der schottische Teil nicht zu kurz kommt, haben wir an unserem zweiten Abend in Edinburgh das Restaurant "Reverie" besucht. Da gab es richtig klassische schottische/britische Küche. Knusprige Fish&Chips mit Salat, Erbsenpürree und Tartarsauce, außerdem Roast (also Braten) mit Kartoffelbrei, Yorkshire pudding (ein typisches Gebäck aus einem Art Pfannkuchenteig, das traditionell zum Bratengegessen wird) und Gemüse. Dazu gute Biere, Cider, Ales und eine gigantische Whiskykarte.
Jeden Sonntag gibt es übrigens Live-Musik, jeden zweitne Sonntag (so auch dieser) spielen die "Diplomats of Jazz", ein hervorragendes New Orleans Jazz Quartett.



Soweit zu unseren kulinarischen Eindrücken aus Edinburgh. Man sollte das Essen in Großbritannien nicht verteufeln, es gibt nälich sehr Gutes und sehr internationale Küche,

Guten Hunger!
Bille

P.S.: Die meisten meiner Restaurantbewertungen finden sich übrigens auch auf tripadvisor.

Montag, 7. Mai 2012

Dörren, Trocknen und bald gehts in den Urlaub

In den letzten Wochen hatten wir viel Arbeit und die Kocherei hat ein bisschen gelitten (und vor allem auch die Schreiberei). Inzwischen stehe ich aber wieder fleißig in der Küche. Ich koche, mixe, trockne und dörre.
Warum? Weil wir mal wieder auf dem Weg in den Trekking-Urlaub sind. Ich stelle im Moment Frühstück und Abendessen für 15 Tage und 3 Personen zusammen. Aus Zutaten wir getrocknetem Gemüse, getrocknetem Hackfleisch (Testbericht nach dem Urlaub) und Speck, gekochten und wieder getrockneten Hülsenfrüchten und Dinge wie Volleipulver, Milchpulver u.ä. Neben einigen bekannten Rezepturen (siehe "Outdoorküche") probiere ich auch wieder neues. Ich bin ja mal gespannt, wie es schmeckt, zum Testessen hab ich nämlich keine Zeit mehr.

Gleichzeitiges Dörren auf mehreren Ebenen: kleine Tomaten und gekochte Kartoffeln

Das Ziel unseres Urlaubs wird dieses Mal Schottland sein, genauer gesagt die westlichen Highlands und die Inseln Islay und Mull (Innere Hebriden). Neben Trekking und Spaß stehen dieses Mal auch jede Menge Fotographieren und vor allem kulinarische Streifzüge durch die Welt des Whiskys und der schottischen Küche auf dem Programm. Wir werden sicherlich mehrere Destillerien besuchen und uns ein bisschen durchprobieren. Außerdem bin ich gespannt, was uns an leckeren Dingen sonst so erwartet.

Eine der schottischen Spezialitäten ist übrigens "Haggis": Schafsmagen, gefüllt mit Innereien des selben, Zwiebeln, Gewürzen und Hafermehl... klingt gewöhnungsbedürftig, aber ich habe mir sagen lassen, dass es wirklich gut schmeckt. Wir lassen uns überraschen.

Auf jeden Fall hier das feste Versprechen, dass es nach dem Urlaub hier einen ausführlichen, kulinarischen Testbericht von unserer Reise durch den Westen Schottlands gibt.

Bis bald und guten Hunger!
Bille