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Montag, 3. Dezember 2012

japanischer Nudelsalat mit gebratenen Garnelen

Nach einer langen Zeit ohne wirklich neue Rezepte und Ideen hat uns Flo, der zum Abendessen bei uns war, mit seinem mitgebrachten Rezept mal wieder in die japanischen Gefilde entführt. Das Rezept stammt vom Yotan Ottolenghi und wurde im "Guardian" veröffentlicht.
Wir hatten einen japanischen Nudelsalat mit gebratenen Garnelen. Ein Gedicht aus japanischen Sobenudeln (Buchweizen-Nudeln), asiatischen Gewürzen wie Inger, Koriander und Thaibasilikum und ungewöhnlichen Zutaten wie Seegras und Algen.


Und hier gibts das Rezept dazu.
Für 4 Personen braucht es:

  • 200g Sobe Grünteenudeln (alternativ normale Sobe-Nudeln oder Reisnudeln)
  • 2 Sisho-Blätter, fein gehackt (alternativ gehacktes Koriandergrün, ca. 1,5 EL)
  • 1 rote Chillischote, entkernt und fein gewürfelt
  • 2 TL Mohn
  • 1 kleine Gurke oder eine halbe Salatgurke, gewürfelt (ca. 1 cm Kantenlänge)
  • 20g getrocknetes und rehydriertes Seegemüse (alternativ 60g Seegras oder auch Nori Algen)
  • 250g Garnelen, entdarmt und gepult
  • 1 EL Erdnussöl
  • 5g Thaibasilikum

Für das Dressing:
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1,5 EL Reisessig
  • 3 EL Mirin
  • 2,5 EL helle Sojasauce (alternativ dunkle)
  • 2 TL Sesamöl
  • 3 EL fein gehackte Schalotte
  • 3 EL fein gehackter Ingwer
  • 0,5 TL Salz

Die Zutaten für das Dressing gut mixen. In der Zwischenzeit die Nudeln nach Packungsanweisung garen und die Garnelen in dem (heißen) Erdnussöl anbraten.
Nudeln, Shisoblätter, Mohn, Chilli, Gurke und Seegras mit dem Dressing mixen, mit den Garnelen und dem gehackten Thaibasilikum servieren.

Guten Hunger!
Bille

Mittwoch, 30. Mai 2012

Scotland / Edinburgh: Food of different nations

Rainy scotland? Eher weniger. Tolles Wetter, wie es in Schottland sonst nur wenige Tage im Jahr hat, hat uns über eine Woche begleitet, dazu in der restlichen Zeit wechselhaftes Wetter mit einigen Regenschauern. Jetzt sind wir zurück und ich kann ein bisschen bereichten, was wir auf unseren kulinarischen Streifzügen durch Schottland so entdeckt haben.
Dazu werde ich in mehreren Teilen die kulinarischen Entdeckungen aus Edinburgh vorstellen, den Whisky der Insel Islay, wo wir immerhin 3 Tage verbracht und 5 Destillen besucht haben, außerdem einen Abschnitt über die Highlands und was wir dort alles so ausprobiert und entdeckt haben.

Das erste Wochenende haben wir in der schottischen Hauptstadt Edinburgh verbracht. Die Stadt ist die zweigrößte Stadt des nordeuropäischen Landes und britischen Landesteils und hat ca. 486.000 Einwohner. Sie liegt an der Ostküste direkt an einer Bucht am Meer und erstreckt sich über mehrere Hügel. Übrigens: sie ist auch Partnerstadt von München.

In Edinburgh haben wir in einem netten Bed&Breakfast gewohnt, das sich selbst "Art-House Morita" nennt. es ist von oben bis unten mit Bilder aller Stilrichtungen, Porzellanfiguren (vor allem Hunde), Virtinen voller weiterem Porzellan uns noch viel mehr Nippes und Kitsch vollgestopft. Das gibt ihm aber gleich wieder einen ganz besonderen Charme. Die beiden Betreiber Kozo (Japaner) und John (Schotte) führen das Haus und ein gleichnamiges Café in der Stadt mit viel Liebe und unglaublicher Zuvorkommenheit und Freundlichkeit.

Und so gabs zum Frühstück auch ein gutes und richtig deftiges, schottisches Frühstück. Angefangen von richtig gutem Porridge, ging es weiter mit Toast und Aufstrich, Obstsalat und dann das warme Früchstück: Bakes beans, Schinken, Wust, Haggis, gebratene champignons, gebratene Tomate, Spiegelei und Kartoffelecke.



Wow, das war so viel, so viel haben wir gar nicht runtergebracht. Und es war erstaunlich lecker, wenn man sich mit dem britischen "cooked breakfast" anfreunden kann (ich kanns, aber ist nicht jedermanns Geschmack).

Wir waren natürlich auch im Artcafé Morita und haben dort die verschiedenen japanischen Nudelgerichte und Teigtaschen probiert. Sehr lecker und von den beiden mit sichtlich viel Hingabe direkt hinter der Glastheke zubereitet, man konnt also sogar zusehen. Diese Nudeln und Teigtaschen, zusammen mit etwas gekochtem und gut gewürzem Fleisch haben für aufgrund unseres sehr frühen Aufbruchs übrigens am nächsten morgen auch als Bento-Box als Frühstück mitbekommen. Mmmmh, lecker!



Um in der asiatischen Ecke zu bleiben: Mother Indias Café - indische Küche im Tapas-Stil. Hier haben wir extrem gut gegessen.


Zu Papadum, Naan und Reis gab es lauter kleinere Gerichte, die wir uns geteilt haben. Von toll gewürzten und gebackenen Fischergerichten über Aloo Tiki (die indischen Kartoffelplätzchen) bis hin zu unterschiedlichsten gekochten Gerichten und Currys haben wir vieles durchprobiert.
Im Detail: Aloo Tikki, Coconut Parsley Salmon (Lachs mit Kokos und Petersilie) , Spiced Haddok (das ist Schellfisch), Lamb saag (Lamm), Garlic mushroom pakhora (in Knoblauchteig frittierte Pilze), Chicken breast curry (Hühnerbrust-curry), Okra&Potatoe Bhaji (Okraschoten und Kartoffeln). Das Restaurant zählt nach eigenen Angaben zu den besten indischen Restaurants der Stadt (oder sogar Schottlands) und ist unbedingt einen Besuch wert.

Damit auch der schottische Teil nicht zu kurz kommt, haben wir an unserem zweiten Abend in Edinburgh das Restaurant "Reverie" besucht. Da gab es richtig klassische schottische/britische Küche. Knusprige Fish&Chips mit Salat, Erbsenpürree und Tartarsauce, außerdem Roast (also Braten) mit Kartoffelbrei, Yorkshire pudding (ein typisches Gebäck aus einem Art Pfannkuchenteig, das traditionell zum Bratengegessen wird) und Gemüse. Dazu gute Biere, Cider, Ales und eine gigantische Whiskykarte.
Jeden Sonntag gibt es übrigens Live-Musik, jeden zweitne Sonntag (so auch dieser) spielen die "Diplomats of Jazz", ein hervorragendes New Orleans Jazz Quartett.



Soweit zu unseren kulinarischen Eindrücken aus Edinburgh. Man sollte das Essen in Großbritannien nicht verteufeln, es gibt nälich sehr Gutes und sehr internationale Küche,

Guten Hunger!
Bille

P.S.: Die meisten meiner Restaurantbewertungen finden sich übrigens auch auf tripadvisor.

Sonntag, 19. Februar 2012

Tofu&Co - Japanischer Eintopf und weitere japanische Spezialitäten

In den meisten sogenannten japanischen Lokalen gibt es vor allem eins: Sushi.
Heute war ich wieder einmal mit Kolleginnen zum Essen verabredet (Unsere inzwischen etablierte "Ladies Night"). Auf den Vorschlag einer der Frauen, die 5 Jahren in Japan gelebt hat, waren wir also in der J-Bar in München, einem japanischen Bistro. Ein verstecktes kleines Lokal mit gemütlicher Einrichtung und authentischer Küche, geführt von Japanern.





Begonnen haben wir unser "Menü" mit zwei Salaten, einer mit herrlich frittierten Hühnerteilen (Kara-age), ein zweiter, vegetarischer mit Tofu. Vor allem das frittierte Huhn (mit süßsauerer Sauce) kann ich wärmstens empfehlen. Wie gut es geschmeckt hat, sieht man am Foto...es gibt keins. Bis ich ein Bild machen wollte, war alles weg.



Anschließend haben wir "nabe" bestellt, einen japanischen Eintopf, der auf einem gasbetriebenen Rechaud in einer großen Porzellanschüssel warm gehalten wird. In der Brühe ist viel Gemüse: Lauch, Kohl, Pilze, dazu wieder der weiche Seidentofu und in einem der beiden auch wieder Hühnchen (wir hatten jeweils immer halb vegetarisch, halb mit Fleisch). Ist das meiste Gemüse gegessen, werden in die übrige Brühe dicke, japanische Nudeln (Udon) gegeben. Dann kann die restliche Brühe als Nudelsuppe gegessen werden.



Zum Abschluss musste - Nachtisch geht immer - noch ein Maccha-Eis sein. Maccha (oder Matscha) ist ein ganz fein gemahlenes Grünteepulver. Das daraus gemachte Eis ist nicht zu süß und herrlich aromatisch. Mmmmh!


Das Restaurant kann ich nur empfehlen. Es ist im Münchner Süden in der Nähe vom Goetheplatz. Es ist sehr klein und liegt preislich im Mittelfeld, dafür bekommt man aber tolles Essen, frische Zutaten und einen neten Service.

Guten Hunger!
Bille


Donnerstag, 8. September 2011

7. September 2011 - Japanische Buchweizennudeln mit Zitronen-Ingwer-Creme

Es ist (halb) geschafft. Wir haben aus dem Kochbuch "1 Nudel - 50 Saucen" inzwischen die Hälfte, also 25, aller Rezepte nachgekocht. Mal sehn, wie viele es am Ende des Jahres sein werden. alle vermutlich nicht, dazu schmeckt nicht jedem von uns alles. Aber vieles!
Heute haben wir die Japanischen Buchweizennudeln mit einer Zitronen-Ingwer-Creme gemacht.


Die Creme wird kalt gemacht und besteht aus Creme Fraiche, abgeriebene Zitronenschale, Zitronensaft, Zitronengras, Basilikum und richtig viel Ingwer (meine neue Ingwerreibe hat mir hier gute Dienste geleistet). Dazu gibts asiatische Nudeln, in unserem Fall japanische Buchweizennudeln.
Die Reste von der Creme habe ich allerdings auch mit einigen Penne zum Mittagessen gehabt, das war auch sehr lecker, geht also auch gut zu normalen Nudeln.

Zu finden ist das Rezept auch wieder online.

Guten Hunger!
Bille